Edeka soll Hoffmann mitverhandeln

Beim Bundeskartellamt wurde eine “Einkaufskooperation Edeka-Hamburg und Getränke Hoffmann GmbH" angemeldet. Lieferanten wurden gestern abend per E-Mail von der Bonner Behörde zu einer Stellungnahme und Einschätzung befragt. 

Die nationalen und internationalen Top-Lieferanten der Radeberger-Tochter Hoffmann sollen künftig von der Edeka mitverhandelt werden. Betroffen sind laut INSIDERN 50-60 Unternehmen. Von Dickschiffen wie Coca-Cola bis zu überregionalen Brunnen-Unternehmen oder Brauereien. Dort sind die Schmerzen groß: Deutschlands größter Lebensmittelhändler verfügt bei fast allen Herstellern über die besten Konditionen. Das Delta zur Fachmarktwelt ist eklatant. 

Dass in der Radeberger-Hemisphere darüber nachgedacht wird, die Top-Lieferanten der Fachmarkttochter Getränke Hoffmann “von den Profis, z.B. von DGL-Partner Edeka” mitverhandeln zu lassen, deutete INSIDE (977) vor zwei Monaten an. Jetzt ist die Katze aus dem Sack.

Die Kooperation bezieht sich ausschließlich auf Hoffmann-Edeka. Eine Plattform à la Rewe/GVG ist nicht das Ziel.

Getränke Hoffmann belegt (hinter Edekas Trinkgut) mit 625 Mio Euro Umsatz Rang Zwei der INSIDE-Fachmarkt-Hitliste. Die Mitgliedschaft im Einkaufsring der Deutschen Getränkemärkte steht durch die Entscheidung der Radeberger Gruppe zur Disposition. Hoffmann marschiert (vorbehaltlich einer positiven Entscheidung des Bundeskartellamts) künftig auf dem eigenen Weg. Flankiert von Edeka.

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