Die Anbieter prickelnder Getränke können durchatmen. Binnen zwei Monaten hat sich das gewaltige Minus per Ende Mai zwar nicht in ein Plus verwandelt. Aber die Zahlen sehen zumindest freundlicher aus.
Noch per Ende Mai hatten die im Verband der Sektindustrie versammelten Schaumweinhersteller insgesamt ein Minus von 20% gemeldet. Die in dieser Woche frisch veröffentlichten Zahlen zeigen ein anderes Bild. Per Ende Juli betrug das Minus insgesamt noch 2,69%. Im Rausverkauf aus dem Handel sieht es noch besser aus mit - 1,3% Absatz, bei nahezu stabilem Umsatzminus von 0,1%. Treiber sind alkoholfreie Schaumweine und Prosecco Spumante, wo Henkell seine 2024 errungene Marktführerschaft festigt. Dabei haben die großen Hersteller (über vier Mio Flaschen) leicht besser abgeschnitten mit einem Minus von 2,4%. Bei den kleineren sind es laut Verbandszahlen -2,59%.
Bei den Champagnerhäusern gibt es kein einheitliches Bild. Während einzelne wie etwa Pommery oder Laurent Perrier wachsen, stehen die großen Mengenmacher wie Moët, die stark im Lebensmittelhandel sind, mächtig unter Druck. Nach einem schwierigen Jahr 2024 bedeutet das für einige einen weiteren schweren Ritt durch 2025.
Wie bei den Spirituosen (INSIDE 982) waren hohe Bestände und Reinverkäufe ein Problem. Das scheint sich nun in Teilen zu drehen. Es wird geordert – zum Teil soviel, dass Hersteller Angst haben, ob auch alles verkauft wird. Zuwächse gibt es auch dort, wo neue Kunden gewonnen werden. In die Karten schauen lässt sich niemand. Es gibt Kunden, wo Menge läuft, beispielsweise bei Hotelketten. Doch darüber mag niemand reden.
