Fritz-Kola: Panne in Belgien

Da waren alle happy: Gesche Olesen, Philipp Beindorff und Oliver Moritz von Fritz-Kola zusammen mit den Konings-Verantwortlichen Julien Jacqmin, Miet Martens und Joris Ooms (v.li.) bei der Vorstellung der neuen Abfüll-Kooperation in Belgien im Oktober 2024.

Das ging mal schief: Wenige Monate nach Beginn der Abfüllung beim Belgier Konings Juices and Drinks BV muss Fritz-Kola schon Chargen von dort zurückrufen.

Per 1. Januar 2025 hatten die Hamburger „einen weiteren wichtigen Schritt zur internationalen Expansion und der Verkürzung der Transportwege in Westdeutschland“ in die Wege geleitet und mit Konings im belgischen Borgloon das Rampennetzwerk erstmals um einen Abfüller außerhalb Deutschlands vergrößert (neben den deutschen Abfüllern Kaiserdom (Bamberg), Franken Brunnen (Eilenburg), Lütvogt/Auburg Quelle (Wagenfeld), Güstrower Schloßquell und Alwa/Winkels Sersheim.

Seit 1. Februar gibt es das Fritz-Kola-Sortiment in den Flaschengrößen 0,2, 0,33 und 0,5 l auch an der Rampe Konings. Für die Expansion gründete Fritz extra eine Tochtergesellschaft in Belgien: Fritz-Kola Belgium, eine Société à responsabilité limitée (SRL). Nun mussten die Hamburger zähneknirschend eingestehen, dass in der Charge Fritz-Limo Zitrone 0,33l mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.03.26 in der Region NRW mit der Produktionskennzahl 9 „bei einzelnen dieser Flaschen mikrobiologische Verunreinigungen festgestellt“ wurden. Verbraucher, die eine Flasche aus der beschriebenen Charge gekauft hatten, wurden „gebeten, das Produkt nicht zu konsumieren, sondern es vorsichtig zu entleeren“. Für Fritz-Kola ist es dem Vernehmen nach der erste Produktrückruf seit Markteintritt im Jahr 2003. 

Aperçu am Rande: Laut INSIDERN sprang zwischenzeitig ausgerechnet Lütvogt/Auburg-Quelle (Wagenfeld) mit Fritz Limo Zitrone ein, also jener Abfüllpartner, dem durch die Verlagerung von Fritz-NRW- und Auslands-Hektos nach Belgien eine nicht ganz unerhebliche Menge weggebrochen war.     

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