Geschäftsklima-Index

Zum letzten Mal eruierten die Entscheider der Branche beim Frankfurter Get.In.-Branchenkongress die Stimmung bei Handel und Industrie. Es sieht nicht gut aus. Bzw: Es kann alles nur noch besser werden.

Bezogen auf die Branchenerwartung waren sich beide Seiten – Industrie und Handel – ausnahmsweise mal einig: 41% (Industrie) bzw. 49% (Handel) sehen die Entwicklung ihres jeweiligen Branchensegments in 2026 ähnlich wie in diesem Jahr. Größer wird die Differenz mit Blick auf die eigene Firma. Während mehr als die Hälfte aller Hersteller (58%) erwartet oder hofft, je nachdem), dass es besser wird, liegt dieser Wert beim Handel nur bei 48%.

Welche Schlussfolgerungen leiten Industrie und Handel daraus ab? Effizienzsteigerung und Kostensenkung haben unter den genannten Prämissen nachvollziehbarer Weise absoluten Vorrang – auf beiden Seiten mit je 74%. „Nicht im Fokus“ stehen die genannten Stellschrauben nur bei jeweils 11% der Betriebe. Nicht ganz so einheitlich sieht es – ebenfalls wenig verwunderlich – bei den Investitionen in Technik und Markt aus: Knapp über die Hälfte der Händler will solche Investitionen „eher steigern“, bei der herstellenden Industrie fast zwei Drittel.

Ein Jahr zuvor: Mehr Optimismus

Mit Blick auf die Ergebnisse des letztjährigen Geschäftsklima-Index´ lassen sich die diesjährigen Zahlen so interpretieren: Viele Hoffnungen wurden enttäuscht; Ende 2024 hatten noch 58% der Händler und 51% der Industrievertreter geglaubt, dass der Status quo erhalten bleibt. Nur 22% (Handel) und 27% auf Seiten der Industrie hatten für 2025 eine bessere Entwicklung erwartet. Mit Blick auf die eigenen Firma prophezeihten im November 2024 55% der Entscheider des Handels und 52% auf Seiten der Industrie für ihr Haus eine bessere Entwicklung in 2025.

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