Hardenberg: Aus für Gastro-Außendienst

Für die Mitarbeiter – vier an der Zahl – kam es überraschend: In der vergangenen Woche eröffnete Hardenberg-CEO Nicolaus Fehling in Begleitung des Betriebsrats des altehrwürdigen Traditionsfamilienunternehmens dem Gastro-Team unter Leitung von Chris Neumeyer ohne vorherigen Gesprächen oder Vorankündigungen das Aus.

Chris Neumeyer und seine Mitarbeiter wurden sofort freigestellt. Mail-Anfragen an Hardenbergs Gastro-Truppe kommen zurück, berichten Kunden. Begründet wurde der harte Schnitt mit schlechten Zahlen. Der CEO sagt: „Es war eine wirtschaftliche Entscheidung, die weh tut. Wir wollen unsere Kräfte fokussieren.“

Die Gastronomie soll aber mit Blick auf die Markenentwicklung gar nicht schlecht laufen, hineingerechnet wird allerdings auch Hardenbergs chronisch defizitärer Online-Shop. Der wird nun auch aufgegeben und an Amazon ausgelagert. Hardenberg hatte vor etlichen Jahren begonnen, Importmarken aufzunehmen, um so das Gastronomie-Geschäft zu stärken. Vor sechs Jahren begann das mehr als 300 Jahre alte Familienunternehmen mit immer mehr Absatz verlierenden Marken in der Gastronomie  Gas zu geben. Auch mit Importmarken und hochwertigem Beverbach Whiskey. Vor kurzem hat sich Quintessential Brands (INSIDE 971) verabschiedet und schlüpfte bei Schlumberger unter. Nun liegt der Fokus wieder auf dem Lebensmittelhandel, inklusive Importmarken, die sich dafür eignen. Gastro läuft indes bei der LEH-Truppe mit.

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