Gelähmt vom mangelnden Interesse ihrer jeweiligen Gesellschafter/Genossen und deren übersichtlichen Investitionsbereitschaft suchen die beiden Flaschenpool-Vereinigungen wieder mal den Schulterschluss. Wie es heißt, hat der von einigen Brauervereinigungen gegründete Mehrwegpool der Brauwirtschaft (MPB) für Oktober eine Mitgliederversammlung terminiert, die ausloten soll, ob und vor allem wie man sich künftig mit der Konkurrenzveranstaltung GeMeMa (Gesellschaft für Mehrweg – Management) vereinbaren könnte. Deren Gründungsgesellschafter Bitburger, Krombacher, Warsteiner und Radeberger haben seit 2020 bis auf einen 0,33-LiterLongneck-Pool allerdings wenig zustande gebracht, Warsteiner gilt zudem aktuell als schwer auszurechnen.
Auf MPB-Seite sitzt von den drei Gründungsvätern nur noch BBB-HGf Dr. Lothar Ebbertz operativ im Vorstand; Nordsozietät-Chef Michael Scherer hat sich in den Beirat zurückgezogen, NRW-Kollege Heinz Linden starb vor einem Jahr. Sein Nachfolger Marc Peters, der mit der Gründung der MPB nichts zu tun hatte, und BaWü-Brauer-Gf Hans-Walter Janitz müssen zusammen mit Ebbertz die MPB nun wuppen, die aus der Planungsphase für eine eigene gebrandete MPB-Bottle noch nicht rausgekommen ist. Die Markierung bzw eben Nicht-Markierung der Pool-Flaschen gilt bislang als das größte Hemmnis für einen Zusammenschluss.
Artikel aus Heft 960
