Das sehr nebulöse Projekt Hebendanz Brau AG im fränkischen Forchheim endet im Nirwana – und mit einem nicht weniger illustren Neuanfang.
In der Lokalpresse ließ sich die Tochter von Patriarch Fritz Hebendanz, Martina Hebendanz, unlängst für die Fortführung des Braugeschäfts feiern, als sei nichts gewesen. Dabei hatte ihr Vater selbst (zumindest kurzzeitig auf dem Papier, in der Praxis kam es nie dazu) im Jahr 2023 Seit´ an Seit´ mit dem schillernden Ex-Vinzentiner-Macher Mirco Hell (seine Biermarke wurde damals von der AG übernommen) im Vorstand der 2022 gegründeten Hebendanz Brau AG verbracht, deren Sinn INSIDERN schon seinerzeit nicht ganz klar war. Es gab u.a. Geraune eines mutmaßlichen Erbschaftsstreits, der kreative Lösungen erforderte; nichts Genaues aber wusste man nicht. An der AG beteiligt waren damals die Unternehmer Horst Wildner, Claus Lewald und Wolfgang Harmuth.
Die AG hat ihren seltsamen Auftrag nun offenbar erfüllt; deshalb wird auch abgewickelt. Über eine Zwischenlösung (die AG wurde mit 96% Hauptgesellschafterin der Brauerei Hebendanz AG) stieg Anfang dieses Jahres in die im Ortsteil Mylau in Reichenbach im Vogtland ansässige Nepropharm Gesellschaft für Entwicklung von pharmazeutischen Produkten mbH ein. Eine Firma mit ziemlich diskretem äußeren Auftreten und einem 84-jährigen Inhaber Herbert Schmalfuß, der gleichzeitig auch in verschiedenen Positionen mehreren Unternehmen dient – so etwa als Gf einer NEMA Montagen und Verwaltungs-Gmbh in Mylau und als Gf einer Vilicus Ewa GmbH, auch in Mylau.
Beim Namen Vilicus schnalzen Forchheimer/Erlanger INSIDER mit der Zunge – man kennt dort eine ganze Reihe von Gesellschaften mit diesem Namenszusatz. 2021 hatte eine Vilicus 157 GmbH 96% der Anteile an der Hebendanz AG erworben. Man kennt sich in den beteiligten Immobilien- und Unternehmenskreisen. Der Neuanfang bei Hebendanz steht mit Sicherheit auf sehr soliden Füßen.
