Walter Hörl zieht sich nach 34 Jahren aus dem operativen Geschäft seiner Getränke Hörl GmbH, Vohburg, zurück. Und reicht Anteile an seine Führungskräfte weiter.
Nach Walter Hörls Ankündigung vor einigen Jahren, sich mit 60 aus der Geschäftsführung zu verabschieden, flammten Gerüchte auf. U.a. wurde Radeberger als Käufer für die rund 44 Mio Euro Umsatz große Getränke Hörl GmbH (53 Märkte, 280 Großhandels- und Gastrokunden) gehandelt. Die hatten 2019 schon Hörls Top Getränke-Kollegen Claus Lippert für einen abenteuerlichen Kaufpreis (angeblich über 30 Mio Euro) übernommen. Diesen September wurde Walter Hörl tatsächlich 60 und hat alle Gerüchte erstickt: Zum 1.1. schraubt er seinen Anteil auf 13% zurück und steht dem Unternehmen nur noch als Berater zur Verfügung.
Die übrigen 87% übergibt Hörl an seine Geschäftsleiter. Genauer: an seinen 14 Jahre jüngeren Bruder Christian Hörl, der im Unternehmen die Logistik steuert. An Vertriebsleiter Marvin Gehrke, 48, der seit 2008 bei Hörl arbeitet und an IT- und Einkaufsleiter Uli Lindinger, 47, der seit 20 Jahren bei Hörl beschäftigt ist und 2017 zum Geschäftsführer ernannt wurde. Walter Hörl wird sich bis Ende nächsten Jahres noch um die seit der BIG-Gründung ins Schussfeuer geratene Top-Gruppe kümmern (vgl. S. 9), wo Cornelius Sagasser und Pauli Anderl bereits zu Co-Geschäftsführern ernannt wurden.

