Im Kühlschrank: Kellerbier

Die deutsche Bier-Community war ja schon einiges gewöhnt (Greg Koch, Beck‘s Gold), aber im Sommer 2022 wurde der Wahnsinn global und digital: das Versprechen des NFT-finanzierten Kaufs einer Großbrauerei bei München, weltweite Community. 

Das wirklich richtig dicke „Big Thing“: Für ihre MetaBrew Society trommelte die Crew um Holger Mannweiler, Tim Drebes, Marcus Büttner und Johannes Hoffmann sehr viel Geld zusammen und investierte Millionen. 

Allein: Die anfänglich kommunizierten 10 Mio Dosen blieben nicht in München, sondern erst im oberfränkischen Weißenstadt und zuletzt in Naila ein Wunschtraum. Mannweilers Truppe schlug hart auf dem gefliesten Boden der Brauer-Realität auf. Marode Anlagen, marode Deckungsbeiträge, irrwitzige Produktionskosten und kein Personal. 

Jetzt ist Naila Geschichte. Mannweiler tourt mit zwei Patenten für ein Konzentrat für 0.0-Biere durch die USA. Der letzte Rest der rauschenden Meta-Partys, die nie stattfanden. Fast schon schade. Eigentlich braucht die Brauwirtschaft Typen, die sich trauen. 

Wir haben noch zwei Dosen Kellerbier aus Naila ergattert und trinken auf die Wilden Kerle.

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