Pfanner legt ordentlich zu

Peter Pfanner

Nach der Trennung von Krombacher bringt Pfanner zusammen mit Shirin David den Dosen-Eistee DirTea zurück

Trotz allgemein schwieriger Rohstoffsituation und steigender Kosten konnte der österreichische Fruchtsaft- und Eisteehersteller Pfanner den Umsatz um 12 % auf 455 Millionen Euro steigern. Im Vergleich zum Jahr 2018 entspricht das einem dicken Plus von fast 40,5%. Das geht aus dem am heutigen Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervor. 

Das Wachstum wurde demnach durch starke Entwicklungen in den Kernmärkten und gezielte Investitionen erreicht. Das Unternehmen investierte eigenen Angaben zufolge 30 Millionen Euro in Projekte zur Zukunftssicherung der Standorte, darunter die Erweiterung des Hochregallagers in Enns (Oberösterreich) und Investitionen in Lauterach (Vorarlberg). Über den Absatz gibt Pfanner keine Auskunft. 

Neue Heimat für Dirtea

Beinahe beiläufig erwähnt Pfanner in dem Bericht, dass die Marke Dirtea von Shirin David bei ihnen untergeschlüpft ist. Der Dosen-Eistee Dirtea wurde 2021 gemeinsam von Rapperin David und Krombacher/Drinks & More aus der Taufe gehoben. Nach 70 Millionen verkauften Einheiten war Anfang 2024 Schluss. Krombacher kündigte den Vertrag. Über Pfanners Tochtergesellschaft Fluence, die auf den Markenaufbau mit Celebrities spezialisiert ist, und bereits Konzepte in Tschechien, Rumänien und dem Balkan umgesetzt hat, startet nun mit Dirtea in drei Geschmacksrichtungen die Expansion in die DACH-Region. 

Für die Zukunft plant Pfanner weitere Investitionen in Höhe von 50 Millionen Euro bis 2026, um den Standort Lauterach auszubauen und zu modernisieren. Trotz der aktuellen Herausforderungen (hohe Preise, Rohstoffengpässe, Konsumentenzurückhaltung),  blickt Pfanner-Gf Peter Pfanner optimistisch in die Zukunft und erwartet “ein moderates, aber solides Umsatzwachstum”. 

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