Brennpunkt Nord: Trinks, Rewe und Co

Die Mehrweglogistik wird neu gemischt. Aktueller Brennpunkt: Norddeutschland.

Auf der Generalversammlung der Für Sie eG Anfang Juni wurde noch die Treue zur LHV beschworen. Auch in Gegenden, wo die Rewe-Halbtochter Trinks aktiv ist, sollen über die LHV weiterhin andere GFGHs Rewe-Outlets mit Mehrweggetränken versorgen.

Jetzt kommt es zur ersten Nagelprobe: Die Rewe Nord schreibt derzeit Teile ihrer Streckenbelieferung neu aus (nur der Vertrag mit DGL läuft noch bis 2025). In Norddeutschland kann Trinks Auslastung gut gebrauchen.

Trinks hatte von den Standorten Lüneburg und Neumünster aus die Edekaner in den westlichen Nord-Regionen 1-6 mit Mehrweg versorgt, doch nach dem Rewe-Deal rief die Edeka Nord kurzerhand das Kommando Eigenlogistik aus. Wie zuvor schon in Meck-Pom werden jetzt auch die Regionen 1-6 aus dem Edeka-Zentrallager in Zarrentin beliefert. Das klappt bis dato zwar nur ungenügend, die Genossen sind sauer, doch unter Zuhilfenahme von Spezialdienstleistern für Randsortimente (hier tut sich für den GFGH ein neues Geschäftsfeld auf) glaubt die Edeka, die Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen. Trinks (und die Unterverleger Behn und Splendid) schauen in die Röhre. Auch die Bela-Strecke ist bald futsch.

Was läge für die Rewe also näher, der Halbtochter ein wenig Volumen zuzufächeln. Die GFGH-Welt blickt auf die Rewe Nord: ganz besonders Splendid Drinks, über deren Standort Geesthacht derzeit ein Großteil von Rewes Nord-Volumen gezogen wird. Angeblich denkt Splendid sogar über ein freiwilligen Rückzug nach.

Mutterliebe

Der Liebe ihrer neuen Hauptgesellschafterin kann sich Trinks offenbar gewiss sein. Angeblich soll die Rewe intern Probleme haben, die schlechte Gewinnmarge ihrer neuen Beteiligung zu erklären. Kurzerhand, so heißt es gerüchteweise aus Köln, habe man deshalb den Logistiksatz für Trinks um stolze 10 Cent je Einheit angehoben.   

 

Artikel aus INSIDE 956

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