160 Mio Euro für Knuspr-Mutter

Die in 2023 rund 700 Mio Euro Umsatz starke Rohlik Gruppe, Mutterkonzern des deutschen Online-Supermarkts Knuspr, hat 170 Mio US-Dollar (160 Mio Euro) an frischem Wachstumskapital von neuen und bestehenden Investoren erhalten. Die Investitionsrunde wurde von der Europäischen Bank für Wiederaufbauund Entwicklung (EBWE) angeführt, gemeinsam mit Sofina, Index Ventures, Quadrille und TCF Capital. Die Europäische Investitionsbank (EIB) beteiligt sich ebenfalls im Rahmen ihrer Scale-Up-Initiative. Das Kapital soll die Expansion von Rohlik in der DACH- und CEE-Region (Mittel- und Osteuropa) vorantreiben, mit dem Ziel, bis 2030 in 15 weiteren Städten vertreten zu sein.

Rohlik wurde 2014 in Tschechien gegründet und hat sich seitdem eigenen Angaben zufolge als führender Online-Supermarkt in Europa etabliert. Das Unternehmen verzeichnet rund eine Million Bestellungen pro Monat und über 800.000 Kunden im Jahr 2023. Rohlik gibt an, in Tschechien, Ungarn und München profitabel zu sein. Die Übernahme der ehemaligen Edeka-Marke Bringmeister im Oktober 2023 soll die Präsenz in Deutschland, wo Knuspr neben München noch im Rhein-Main-Gebiet (Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Darmstadt) sowie seit kurzem in Berlin aktiv ist, stärken. Trotz eines herausfordernden makroökonomischen Umfelds wuchs Rohlik laut Unternehmensangaben seit dem Ende der Covid-Pandemie um 40 Prozent. In den kommenden Jahren strebt Rohlik einen Börsengang an.

Share this article: