Der Schwarzwälder Sprit-Hersteller und Handelsmarkenproduzent Bimmerle gründet gemeinsam mit einem in Israel verwurzelten Unternehmen für Entalkoholisierungsanlagen ein Joint Venture: die Solos Spirits GmbH.
Auch für die Spirituosenbranche waren die ersten Monate des Jahres 2025 eine glatte Enttäuschung. Von „Konsumverweigerung“ sprechen INSIDER, die sich die katastrophalen Absätze anders nicht erklären können. Auch deshalb schreiten viele Hersteller immer entschlossener in Richtung Alkoholfrei. Bimmerle Private Distillery zum Beispiel, das seine Gin-Marke Needle mit dem sogenannten Solos-Verfahren entalkoholisiert. Hinter Solos steckt das israelische Unternehmen Prodalim Resources Ltd. (Europa-Chef bis vor kurzem: Dr. Andreas Papp), das 2022 die Biotech-Firma Flavologic GmbH schluckte. Die wiederum wurde gegründet von Claudia Geyer und Dr. Alexander Hässelbarth. Geyer ist nun eine der Geschäftsführerinnen des vor zwei Wochen mit Bimmerle geschmiedeten 50/50-Joint-Ventures Solos Spirits GmbH.
Bimmerle (seit kurzem im Besitz eines 30.000-Fass-Lagers für u.a Whisky) schickt Gesellschafter-Junior Nicolai Benz ins Rennen, seit acht Jahren Vertriebs-Gf im Schwarzwald. Und im Schlepptau als Solos-Spirits-Gf: Rudolf Hermann, Laborleiter am Bimmerle-Standort in Sasbach. Beide sammelten bereits Erfahrung mit der Entalkoholisierungsanlage dritter Generation von Solos – der einzigen ihrer Art in Deutschland. Ihr Vorteil: Ein Aroma muss im Anschluss an die Entalkoholisierung nicht mehr beigefügt werden. Während des Prozesses wird lediglich das reine Ethanol herausgefiltert. Zugunsten der Haltbarkeit wird am Ende lediglich Milchsäure beigefügt und so schreibt Bimmerle auf dem Etikett unter den Zutaten „100% entalkoholisierter Needle Gin“.
Um die Anlage auszureizen, werden die Verantwortlichen bei Bimmerle die Anlage nicht allein für eigene Produkte nutzen: Sie bieten das Verfahren auch als Dienstleistung an. Gespräche mit anderen Spirituosenherstellern befinden sich INSIDERN zufolge in den finalen Runden.
