2018 gelang Henkell-Chef Andreas Brokemper nach langem, zähem und geduldigem Verhandeln ein erster Step Richtung Freixenet: Auch wenn Ehrenpräsident José Ferrer Sala auf der Zielgeraden noch eine Kapitalerhöhung durchdrückte, reichte es am Ende immerhin für 50% an der Sektlegende. Die Familie Ferrer und José Luis Bonet blieben an Bord. Bis jetzt.
Es war eine lange Zeit der Annährung, die Brokemper und Ferrer Sala in den vergangenen acht Jahren gemeinsam bestritten. Am Ende zahlte es sich für die Wiesbadener aus. Sie besitzen Freixenet nun ganz, der Staus der weltweiten Nummer 1 in diesem Geschäft ist ihnen nicht zu nehmen. Die frühere Übernahme des italienischen Prosecco-Herstellers Mionetto hat dabei nicht geschadet.
Brokemper arbeitet seit 1998 für die Oetker Gruppe; im April 2002 rückte er in die Henkell-Geschäftsführung auf. Seit 2013 ist er CEO der Henkell & Co. Gruppe. Mit seiner Verweildauer im Konzern und dem Verhandlungserfolg in Sachen Freixenet belegt er die These, dass die wichtigen Geschäfte immer noch auf Vertrauensbasis gemacht werden - und dass sich Kontinuität an der Spitze in einer schnelllebigen Branche dann eben doch auszahlt.

