Auf Markenpirsch: BSC-Geschäftsführer
Olaf Ahnert und sein Kollege
mit Riecher für lohnende Marken,
Andreas Strodthoff
Anoush Hambartsoumyan (Pernod
Ricards Verkaufs- und Vertriebsdirektorin
Ararat The Armenian
Brandy) und Armenien-Wein&Sprit-
Vermarkter Seyran Farmanyan haben
fruchtigen Brandy im Gepäck
Newcomer mit Alkfrei aus
Tschechien: David Kvapil mit
seinem Probiodrink Bala 21
Zwei Neue und ihr Chef: Thomas
Henry-Macher Jens Vielhauer (re.) mit seinen beiden neuen europäischen KAMs: Karim Fadl (li.) für die Hotellerie und Hannes Höpfner (Airlines, Mein Schiff, Systemgastro)
Chef-Doppel: Pernod Ricard
Europa-Manager Julien
Hemard und sein frischer
Deutschlandlenker Marc
Mirgel vor ihrem Pop Up-
Stand, der zum zweiten Mal
auch das „SIP Studio“
präsentierte – mit Vorträgen,
Workshops, Round
Tables zur „Zukunft der
Aromen in einer sich verändernden
Welt“ oder
„achtsames Trinken“.
Whisky-Welle: Der im März gestartete Slyrs Marketing- & Vertriebs-Gf Steffen Brandt will am Schliersee alles noch besser machen
Sprung in Halle 18: Franz von Fein-Macher Leonard Vinçon und Paul Martin machen 50.000 Flaschen mit ihrem Alkoholfreien und rückten dieses Jahr in Halle 18 vor
Event-Mann Andreas Kreser, Vertriebsleiter Kai Bentlage und Markenbotschafter Christoph Albietz präsentieren Sondereditionen von St. Kilian. Die Destillerie kommt auf rund 300.000 Flaschen jährlich.
Deutschland-Chef Domenico Tripaldi freut sich über das Wachstum von Caffo gegen den Markttrend
Gute Laune, trotz Gin-Flaute: Siegfried-Macher Raphael Vollmar posiert mit der Alkoholfrei Influencerin Camille Vidal
Cannes, Hamburg, Berlin: Underberg-Vorstand Thomas Mempel macht Station in Berlin, wo Underberg den besten Standplatz
verteidigt
Chef-Standdienst: Stephan Pompejus, Vertriebschef von Terroirs & Vignerons de Champagne (vormals Feuillatte Vertriebs GmbH) in Windesheim.
Keine Feiglinge: Mit ihrem Outfit sind Lisa, Asmus und Rüdiger Behn aufgefallen in der Halle 18.
Thomas Henry-Geschäftsführerin Sigrid Bachert und ihr neuer kaufmännischer Leiter Johannes Diederichsen wollen mit alkoholfreien Cocktails den Brunch-Markt umkrempeln.
Markus Kramer (William Grant & Sons, r.) mit Ex-Hawesko/Volume-Manager (nun Lenker seiner Spirit-Plattform NXT) Thomas David (l.) mit Harry Kohlmann, CEO und Gründer der US-Spritmarke Park Street
Rising Brands-Chef Stefan Fröhlich und GES-GFGH-Chef Marcel Freches lassen sich am Montagnachmittag von neuen Bar-Trends inspirieren.
Obwohl es der Branche nicht gut geht, zog der Bar Convent in Berlin auch in diesem Jahr von Montag bis Mittwoch die Szene aus aller Welt an. Wegen der hohen Absatzverluste blieben alkoholfreie Alternativen das große Thema.
Der Start des Bar Convent Berlin verlief für einige Aussteller zäh: Trotz prominenter Barkeeper blieb der Besucherandrang am Montag gering, was angesichts hoher Standkosten (9qm kosten rund 20.000 Euro) für Unmut sorgte. Erst nach der ausgelassenen Jägermeisterparty hellte sich die Stimmung auf und am Dienstag füllten sich die Hallen deutlich. Für Atmosphäre sorgten Aktionen wie die Tequila-Sause von Mezcal und die Domino-Pizza-Verteilung der Rheinland Distillers. Dass große Marken wie Campari, Bacardi oder Stock fehlten, spielte kleineren Ausstellern in die Karten – ihre Stände waren gut besucht.
Doch hinter der bunten Kulisse steckt eine Branche in der Krise: Der deutsche Spirituosenmarkt liegt aktuell bei -4%, Gin sogar bei -17%. Das einstige Hype-Getränk ist vielerorts verpönt. Hoffnung macht das alkoholfreie Segment, das zwar nur 1% Marktanteil hat, aber zunehmend Aufmerksamkeit erhält. Die Veranstalter verzichteten auf eine eigene Alkoholfrei-Halle, integrierten Filler-Hersteller wie Thomas Henry stattdessen prominent in die Hauptflächen der großen Palais-Halle. Die Marken-Macher um Chefin Sigrid Bachert setzen auf alkoholfreie Cocktails für die Brunchkultur. Ein Trend mit Potenzial.
Trotz rückläufiger Zahlen bleibt die Branche erfinderisch: Die Hope Distillery aus Südafrika präsentierte den Resurrection Gin, hergestellt mit einem Busch, der nach dem Austrocknen wiederbelebt werden kann. 88 Cocktails RTD arbeitet am weiter am Klassiker Negroni in Flaschenform, und Prohibitive aus Dossenheim zeigte einen Bitter-Aperitif aus Schlehen und Gewürzen – inspiriert von den goldenen 1920er Jahren.