Brown-Forman surft die Sparwelle

Abschied nach 14 Jahren: Thorsten Marquardt

Beim US-Spirituosenhersteller Brown-Forman (Nettoumsatz zuletzt 4,2 Mrd US-Dollar, - 1%) wurde zu Jahresbeginn die große Sparwelle ausgerufen. 12% der Belegschaft sollen gehen, immerhin 5.400 Menschen. Noch hakt es allerdings.

In Deutschland verabschiedete sich nach 14 Jahren Supply Chain-Experte Thorsten Marquardt. Für ihn übernahm laut INSIDERN Katja Nepf das acht- bis zehnköpfige Team. Nun soll die ganze Abteilung nebst Customer Service auf dem Prüfstand stehen. Brown-Forman würde die Abteilung am liebsten auslagern nach Osteuropa. Betroffen sind 15 Menschen. Allerdings gibt es Hindernisse. Nach der letzten großen Entlassungswelle vor sieben Jahren wurde ein Betriebsrat gegründet. Der wehrt sich, wissen INSIDER, heftig gegen den Kostenkürzungs-Plan. Brown Forman ist seit 2016 mit eigenem Vertrieb unterwegs und dabei nicht erfolglos.

Das Problem ist, dass die Zukäufe (Gin Mare, Botucal) noch nicht so fruchten wie gewünscht. Die Abhängigkeit von Jack Daniels ist geblieben. Jack Daniels muss andererseits stark bleiben. Dazu bedarf es Fokus und der fehlt dann bei den Neuankömmlingen. 

Bis Redaktionsschluss gab es offiziell noch keine Kündigungen. Der Betriebsrat scheint auf Spur zu sein, auch aus Eigeninteresse, deren Vorsitzende leitet die Supply Chain, wissen INSIDER.

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