Cyber-Angriff auf Mineralbrunnen

Der Reutlinger Romina Mineralbrunnen (Eiszeit-Quelle, Silber Brunnen) ist von Cyber-Kriminellen angegriffen worden.

Der Angriff passierte in der Nacht von Donnerstag, 29. Januar, auf Freitag. Seitdem steht die Produktion komplett still. Das Warenwirtschaftssystem ist nicht betroffen, in Kürze soll die Rechnungssoftware wieder laufen. Ebenfalls nicht betroffen war die Logistik. Lagerbestände wurden angezapft, sind aber mittlerweile aufgebraucht. 

Derzeit untersuchen Forensiker der Kriminalpolizei und IT-Spezialisten den Vorfall unter Hochdruck. Offenbar befielen die Kriminellen das System und verschlüsselten die geklauten Daten, um jetzt Geld zu erpressen. Der File-Server wird derzeit wieder hochgefahren, doch noch können Kunden die Vertriebsmitarbeiter von Romina weder über Festnetz noch per E-Mail, sondern ausschließlich über Mobilfunknummern erreichen. Außerdem wurde eine Notfall-Hotline eingerichtet.

Ein Romina-INSIDER ordnet den Stand der Dinge so ein: “Wir haben uns die Kernprozesse mühsam zurückgekämpft.”

Derzeit werden die Reinigungssysteme für das Leergut wieder hochgefahren. Techniker rechnen damit, am Freitag, 6. Februar, wieder in den Füllbetrieb gehen zu können. Sonderschichten sollen den Ausfall schrittweise auffangen.

Im Jahr dreht die Franken Brunnen-Tochter Romina rund 180 Mio Füllungen (rund 140 Mio Liter). Die Muttergesellschaft ist nicht betroffen. 

Mehrere Getränkehersteller, darunter Asahi, Oettinger und Refresco, sind in der Vergangenheit ins Visier von Cyberangriffen geraten. 

Share this article: