Drinks & Krombach

Durch die Absatzrückgänge in der Gastronomie zerbröselt die Effizienz des Außendiensts. Besuche lohnen sich immer weniger. Für Krombacher-Chef Bernhard Schadeberg Grund zum Handeln. Künftig gibt es für Drinks & More und Krombacher nur noch eine Mannschaft.

Beim Townhall-Meeting am Montag dieser Woche wurde das Geheimnis gelüftet. Die Krombacher Gruppe legt ihre Gastro-Außendienste zusammen. Und steckt sie am Jahreswechsel unter ein neues Dach, für das es bislang nur den Arbeitstitel „Krombacher Gastronomie Vertriebsgesellschaft“ gibt. Betroffen sind die Außendienste von Drinks & More, Krombacher und deren Ostableger Krombacher Brauerei Vertriebsgesellschaft, Lützen. Künftig sollen alle Außendienstler das komplette Portfolio verkaufen. Im Gepäck: 15 Marken, mehr als 70 Sorten und über 200 Artikel.

Damit soll der schwindende Absatz in der Gastro kompensiert werden. Nicht nur Fassbier verliert in den Objekten. Mit dem Abebben der Gin-Welle schwappen auch die Schweppes-Absätze zurück. Zugleich spart Krombacher-Chef Bernhard Schadeberg auch Kosten: Knapp zehn Stellen fallen weg. Und mit der neuen Gesellschaft gehen auch alte Privilegien flöten. Die neue Vertriebsgesellschaft bezahlt die Mitarbeiter – wie bei Drinks & More schon Usus – erfolgsabhängig mit hohem Prämien-Anteil. Die hübschen Brauerei-Tarife, für die die NGG regelmäßig Erhöhungen erkämpft, sind für die Krombacher-Verkäufer passé.

Deutschlands zweitgrößte Gastrotruppe

Geführt wird die Einheit von Krombachs Gastrochef Manuel Schulz. Sein Drinks & More-Pendant, der Nationale Vertriebsleiter Michael Mecke, tritt als neuer RVD Süd eine Stufe zurück (der bisherige Drinks & More-Vertriebsleiter im Süden Andreas Berger konzentriert sich auf Bayern und Teile Ba-Wüs). Die vereinigte Mannschaft zählt rund 90 Köpfe. Und liegt damit hinter Coca-ColaEPDeutschland gleichauf mit der Radeberger Gruppe auf Rang zwei im Gastrotruppen-Ranking. Viele Marken dampfen ihre Ontrade-Mannschaften ein oder bauen sie komplett ab. Schadeberg hingegen glaubt fest an die Wirkmacht der Frontarbeit.

Und so steht der prall gefüllte Tornister der Krombacher & More-Armee für weitere Produkte offen. Für eigene, aber auch für Lizenz- oder Vertriebsmarken.

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