Krombacher: Analyse zum Absatz 2025

Selbst Bernhard Schadeberg kann nicht zaubern. Der sinkende Markt setzt seiner Krombacher Brauerei zu. Sogar die AfG-Sparte (-1,8% auf 1,605 Mio hl) litt unter den Alkohol-Rückgängen. Mit Gin Tonic und Co verliert auch Krombachers Lizenzmarke Schweppes (-4,2%) auf 1,28 Mio hl. Orangina (+14,1% auf 202.000 hl) und Dr. Pepper (+1,7% auf 12.000 hl) federten ab. Inkl. 187.000 hl Vitamalz (-4,4%) und die zusammen noch gut 60.000 hl großen Krümel Rhenania Alt und Rolinck blieb der Absatz mit 7,55 Mio hl (-0,2%) stabil. Dabei hatte Krombach die Pülleken-Kopie Eins Hell genauso wie Krombacher Hell aufgegeben und im Mai 2025 auch das ambitionierte Radler-Projekt Krombacher Limobier nach fünf Jahren vergeblichem Kampf eingestellt. Die Dachmarke Krombacher legte insgesamt sogar 0,5% zu. Wachstumstreiber war die (nicht in der Hitliste enthaltene) Cola-Mix Lizenz Krombacher Spezi, das 2025 noch um 35.000 hl auf 185.000 hl wuchs. Ohne Spezi blieb ein Miniminus hängen.

In den ersten Monaten lag Krombacher aufgrund schwacher Vorjahreswerte besser, 2024 hatte die Edeka nach einem Konditionsstreit alle Aktionen abgeblasen. Krombacher hat weitere Marktanteile gewonnen. Nicht nur bei Pils, auch mit Krombacher Alkoholfrei wurde die Spitzenposition ausgebaut. Bei Fassbrause dominiert Krombacher inzwischen über 50% des Marktes.

Und so glaubt Schadeberg im sinkenden Biermarkt fest an Potenziale. Während Wettbewerber ins Trudeln geraten könnten, wird in Krombach weiter investiert. Einerseits in die Marke, wo Marketing-Gf Ralph Zimmerer im Februar eine neue Kampagne vorstellte und mit einem üppigen Etat in die Kanäle drückte, der beinahe auf altem Top-Niveau lag. Schon bis Ende September hatten die Marktforscher die Bruttowerbeausgaben für Krombacher auf über 60 Mio Euro taxiert.

Andererseits investiert der Markenführer in die Effizienz. Bei nur einem Hauptstandort gilt Krombacher schon jetzt als Kostenführer, bis 2032 werden weitere 100 Mio Euro in die Technik gesteckt. Christopher Schadeberg, 25, der kürzlich als Chef der 300.000 hl großen Auslandsabteilung installiert wurde, soll eines Tages ein kraftstrotzendes Unternehmen übernehmen. 2025 belief sich der Umsatz ohne die Töchter Mineralquellen Germete, Starnberger und die Drinks & More-Vertriebsmarken (Proviant, Richards Sun, Knabe, Gatorade, Vöslauer) auf 962 Mio Euro (+1,8%). 

Alle Analysen zum Absatz 2025: 

1. Krombacher
2. Veltins
3. Bitburger
4. Paulaner
5. Beck's
6. Warsteiner
7. Oettinger
8. Augustiner
9. Erdinger
10. Hasseröder
11. Radeberger
12. Mönchshof
13. Ur-Krostitzer
14. Jever
(15. Franziskaner)

Share this article: