Veltins-Chef Dr. Volker Kuhl gibt sich keinen Illusionen hin, rechnet für 2026 mit Absatzrückgang. 2025 lieferte Vertriebs-Gf Rainer Emig noch ein kleines Plus ab. Dadurch zog Ex-Bitburger-Mann Emig mit Veltins an seiner alten Marke vorbei auf Platz zwei. Freilich nicht bei Waffengleichheit. Bitburger bedient Wachstumsfelder wie Hellbier nicht mit Ablegern, sondern mit eigenen Markendächern wie Benediktiner, das nicht in die Zahlen der Hitliste einzahlt.
Veltins Pils trotzte zwar dem Markt, verlor aber auch. Zuwachs kam von Helles Pülleken (legte in Fass und Dose noch gut zu) und vom Heineken-Wiedergänger Helles Lager, das noch um 20.000 hl zulegte. Das 2024 mit viel Aufwand (grüne Flaschen, eigene Kisten) in den Markt geschobene Lager bleibt jedoch unter den Erwartungen. Intern bastelt Marketing-Gf Fabian Veltins bereits an neuen Innovationen, Tendenz: alkoholfrei. Sowohl an Bier- als auch an Süßgetränke-Produkten wird gearbeitet.
Auch falls 2026 noch keine großen Zusatzvolumen durch neue Artikel zu erwarten sind und sich Veltins dem Markttrend nicht vollkommen entziehen kann, kommt in Grevenstein keinerlei Unruhe auf. Die Renditen der letzten Jahre haben die Kriegskasse prall gefüllt, Kostensteigerungen fängt die aktuell umgesetzte Preiserhöhung auf. Die mit enormen Investitionen hochpolierte Produktionsstätte bleibt ausgelastet: Seit Ende Dezember wird die Neuerwerbung Karamalz in Grevenstein hergestellt und abgefüllt. Geplant sind für 2026 knapp 200.000 hl.
Alle Analysen zum Absatz 2025:
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11. Radeberger
12. Mönchshof
13. Ur-Krostitzer
14. Jever
(15. Franziskaner)

