Radeberger: Analyse zum Absatz 2025

Ein guter Dezember (gruppenweit +9%) hatte die Absatzstatistik der Radeberger Gruppe am Ende verbessert. Eine hübsche Randbemerkung. Mehr nicht. Im Jahr 2025 gingen 470.000 hl verloren, ein Minus von 4,5%. Damit rutscht die Oetker-Tochter knapp unter 10 Mio hl.

Mit internen Optimierungsmaßnahmen und effizienten Aufgabenverteilungen innerhalb des noch elf Standorte zählenden Produktionsnetzwerks kämpft das Frankfurter Management gegen die sinkenden Effizienzen.

Besonders heftig traf die Absatzmisere die Niedrigpreismarken. Hansa (-12%), Wicküler (-9%) und Sternburg (-13%) mussten sich dem Aktionsdruck der Topmarken beugen. Im Konzernsegment Nationale Marken hat nur Oberdorfer (+7% auf 160.000 hl) gewonnen, Schöfferhofer (-8%), Allgäuer Bueble (das mit 1,5% auf 324.000 hl erstmals ins Minus drehte) und auch die Konzerngalionsfigur Radeberger gaben Mengen ab.

Die Rückbesinnung auf Sachsen und Dresden trägt bislang keine Früchte. Die 2024 gestartete und mit viel Werbeetat angeschobene Kampagne, die Radeberger vom Elite-Sockel holen soll, greift noch nicht. Einzig über den Preis lässt sich die Mengenschmelze bremsen (bei Kaufland kehrten im Jahresverlauf immer öfter Kastenpreise von 9,99 Euro zurück).

Daran wird sich wohl nix ändern. Die aktuelle Preiserhöhung des Konzerns fällt für Radeberger nur halb so hoch aus, wie im Rest des Markensortiments. Bei 37 Cent je Kiste könnte manch Preiskracher weiter möglich bleiben und Radeberger an der Spitze im Konzern-Markenranking bleiben. Nicht durch Wachstum, sondern durch langsameres Schrumpfen als Ur-Krostitzer.

Alle Analysen zum Absatz 2025: 

1. Krombacher
2. Veltins
3. Bitburger
4. Paulaner
5. Beck's
6. Warsteiner
7. Oettinger
8. Augustiner
9. Erdinger
10. Hasseröder
11. Radeberger
12. Mönchshof
13. Ur-Krostitzer
14. Jever
(15. Franziskaner)

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