Immerhin waren es mit 1.117 Ausstellern 100 mehr als 2022, was bei der Drinktec in München schon als Erfolg gewertet wurde. An die Benchmarks der Vor-Corona-Zeit (1.749 Aussteller und mehr als 76.000 Besucher in 2017) kam die Leistungsschau der Getränketechnologen freilich nicht mehr ran. 58.281 Besucher wurden diesmal registriert.
Der internationale Protektionismus löst massive Verunsicherung aus. Zu spüren bekommen das Anlagenbauer, die sich bei steigender Weltbevölkerung genug Nachfrage nach abgefüllten Getränken sicher sein konnten. Nicht nur in Deutschland gilt derzeit die Devise: lieber restaurieren als neu investieren.
Die Drinktec, 2025 erstmals unter dem neuen Yontex-Konstrukt (in das Messe München und Nürnberg Messe ihre Getränke-Veranstaltungen gesteckt haben), hat viel Erfahrung verloren. Sowohl die langjährige Drinktec-Architektin Petra Westphal als auch die BrauBeviale-Macherin Andrea Kalrait sind ausgeschieden. Der emsige Yontex-Gf Markus Kosak mühte sich erfolgreich, das doppelte Loch zu stopfen.
Aufbruchstimmung herrschte immerhin in Halle C4 wo im „Liquidrome“ Newcomer ihre Produkte präsentierten. Organisiert vom DICA, dem auf den Austausch von Start-ups und etablierten Getränke-Unternehmen spezialisierten Dynamic Innovation Campus (gegründet von StraschegCenter und INSIDE Getränke) pitchten 14 Start-ups für den Newcomer-Award der Messe.
Den Sieg fuhr Hygentile ein. Ein kleines frisches Schweizer Unternehmen rund um Gründer Dr. Andreas Kunzmann, das sich anschickt, den Markt für Getränkedosen aufzumischen. Das Füll- und Verschließmodul bewegt sich in einem in der Anlage hygienisch abgetrennten Schutzraum. So sind auch kleine Dosenfüllungen problemlos möglich. Für Kleinstabfüllungen arbeitet Hygentile mit einem Verleihservice zusammen. Auffällig: Auch deutsche Brauerei-Mittelständler zeigten Interesse.









