Die Edeka zieht das Seil am Hals des Stieres mal wieder ein Stück fester. Für Red Bull ist es inzwischen beinahe Routine, vom wichtigsten Kunden im Würgegriff gehalten zu werden.
Bereits im Frühjahr kappte Edeka die Bestellung ausgewählter Randprodukte des Energy-Herstellers. Der Ursprung des Clinches lag jedoch gar nicht in Deutschland, sondern in Frankreich und den Niederlanden. Über die Absaugglocke Epic/Everest schwappte der Konflikt nach Deutschland. Im August folgte schließlich die Einigung mit der Zentrale in Hamburg. Doch kaum war der Preisstreit beigelegt, flatterte noch im selben Monat die nächste Preiserhöhung ins Edeka-Postfach: Gültig ab Januar 2026.
Nun folgen die üblichen Mechanismen: Die Zentrale empfiehlt ihren Kaufleuten, bestimmte Randprodukte (etwa die Organics, Sondergrößen oder diverse zuckerfreie Red Bull-Varianten) schlicht nicht mehr zu ordern. INSIDER erwarten zudem, dass Teile des neuen Sortiments, insbesondere der Ausbau der Zero Range für 2026, vorerst nicht den Weg ins Regal finden.
Der Dauerclinch mit Deutschlands größtem Lebensmittelhändler bremst Red Bull in diesem Jahr spürbar aus. Zwar wird der Absatz bis Jahresende leicht über Vorjahr liegen und damit erneut die Marke von 1,3 Mrd Dosen knacken. Doch ein deutlich kräftigeres Plus bleibt auf der Strecke. Erdrosselt im Streit.

