W. Gerdes tritt bei Riha ab

Beim Handelsmarken-Riesen Riha muss CEO A. Reimer eine Institution ersetzen. Vertriebs-Gf W. Gerdes, der seinerzeit selbst in große Fußstapfen trat, übergibt an G. Gehrke. 

Als Marketing- und Vertriebslegende Gustav Berger im Jahr 2000 beim Saft und AfG-Hersteller Riha/Wesergold in den Ruhestand wechselte, hatte er seinen sorgsam ausgesuchten Nachfolger, den damals 38-jährigen Werner Gerdes, bestens präpariert. Gerdes lernte und drängelte nicht, übernahm erst, als Berger aufhörte. Heute, 25 Jahre später, hat auch Gerdes seinen Nachfolger Gerald Gehrke gemeinsam mit CEO Andreas Reimer selbst ausgesucht, wissen INSIDER. Gehrke war schon Geschäftsführer, beim Gemüsedosen-Vermarkter Bonduelle, kennt den Handel bestens und auch schwierige Verhandlungen.

Gerdes‘ Verhandlungskunst ist legendär. Er wohnte nicht nur in Sichtweite der Firma, er war auch immer ganz nah dran. Und ein Kämpfer im besonders kniffligen Saftmarkt mit Rohwaren-Preisschwankungen und Feilschen um jeden Cent.  

Es gab auch schwierige Zeiten – einige Jahre ohne Gewinn zu Beginn dieses Jahrzehnts. Unter CEO Reimer geht es wieder bergauf. Gerdes ging mit Präzision, Fakten und einem guten Gefühl dafür, was im Saftmarkt wichtig ist, voran. Ein Beispiel ist das Segment der Direktsäfte, das nicht über Marken, sondern Eigenmarken groß wurde. Den Erfolg hatten und haben Markenhersteller nicht. Vorerst kann Gehrke noch auf die Expertise seines Vorgängers zurückgreifen. Gerdes bleibt Riha als Berater verbunden.

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