Die Flensburger Brauerei hat im Jahr 2024 geringfügig weniger Bier abgesetzt (-0.7%) als im Jahr zuvor. Der Umsatz konnte aufgrund der bereits 2023 durchgeführten Preiserhöhung um 1,8% auf 90 Mio Euro gesteigert werden.
Beim Absatz stehen insgesamt 576.000 hl in den Büchern. Davon entfallen 541.000 hl auf das Inland (471.000 hl Bier + 70.000 hl alkoholfrei), was einem marginalen Rückgang von rund 0,6% entspricht. Das gab Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer Jörn Schumann am heutigen Montag bekannt. Trotz des anhaltenden Absatzrückgangs glaubt man in Flensburg weiterhin an Wachstum. Aus diesem Grund werde dieses Jahr eine zweistellige Millionensumme in ein neues Sudhaus investiert, welches im Sommer 2026 den Betrieb aufnehmen soll. Ohne Sudhaus kommt die neue Küstenlimo aus. Die neue AfG-Range (siehe INSIDE-Meldung vom November) kommt im März.
Ein Treffer scheint Flens mit dem erst im Frühjahr 2024 eingeführten Strandlager gelungen zu sein, das auf 30.000 hl kommt und damit die Planzahlen um 100% übertraf. Ein zweistelliges Plus (11%) warf auf kleiner Basis das alkoholfreie Flensburger Frei ab, das seit vergangenem Jahr durch eine neue Entalkoholisierungsanlage läuft, die statt 25 nun 30 hl/Stunde produzieren kann.
Im Export meldet Flens ein Plus von 5,2% auf 35.000 hl. Italien erwies sich mit +14% als starker Absatzmarkt. Den Fokus wollen die Norddeutschen nun auf die Region Americas (inkl. Lateinamerika) legen. Die Fassbierabsätze (11% des Absatzes) blieben stabil. Um unter anderem den gestiegenen Rohstoffkosten zu begegnen, so ließ es Technik-Gf Michael Seip am Rande wissen, tritt Flens zum 20.3. wieder der Einkaufskooperation Die Freien Brauer bei. In dem Verbund, der momentan 46 Gesellschafter zählt, war Flens bereits bis 2017 an Bord (siehe Extrameldung).

