Übernächste Woche wird Frank Höhler seinen Dienstwagen abgeben und in Richtung Cölner Hofbräu Früh aufbrechen (INSIDE 985). Bislang konnten sich Beirat und Gesellschafter noch nicht auf einen Nachfolger einigen, es muss improvisiert werden.
Das Jahr läuft gut. Noch-CEO Frank Höhler liefert blendende Ergebnisse ab, die knapp sieben Mio hl große Brunnenfirma wird auch 2025 einen mittleren einstelligen Millionenbetrag Überschuss ausweisen. Dennoch gelang es Höhler (anders als Vorgänger Michael Bartholl) nicht, die zuweilen eigenwilligen Einlassungen aus dem in drei Stämme aufgeteilten Gesellschafterkreis von sich zu halten. Der 52-Jährige, der erst Mitte 2024 die Nachfolge von Bartholl antrat, rieb sich auf und entschloss sich, zum Kölschbrauer Früh nach Köln zu entschwinden.
Der Beirat mit dem früheren Kulmbacher- und Ireks-Vorstand Jürgen Brinkmann an der Spitze sucht einen Nachfolger. Noch sind die Würfel nicht gefallen, ein getränkenaher Kandidat soll an der Angel hängen.
In der Zwischenzeit werden die Ressorts auf die verblieben Gfs Christoph Schülner (Finanzen) und Markus Humpert (Vertrieb) verteilt. Für Höhlers Technikressort, das er seit dem Abschied des inzwischen bei Oettinger gelandeten Marco Potreck steuerte, wurde bereits ein neuer Chef verpflichtet. MarkusEichfelder, lange beim Snackhersteller Dr. Karg und zuletzt bei Treets-Piasten in der Süßware beschäftigt, kommt laut INSIDERN am 1. April 2026. Er soll die Produktionsstandorte in Neustadt, BadKissingen, Bad Windsheim und Eilenburg, aber auch Romina, Sinziger und Oberselters/Bad Camberger überwachen.
Bis Eichfelder da ist, bekommen die Franken-Geschäftsführer übergangsweise Ratschläge von Gesellschafter Stefan Beyer, der sich 2018 aus Geschäftsführung und Verantwortung zurückgezogen hatte.
Ex-Tucher-Mann Träger kommt von Hofmann
Im Vertrieb hingegen überlassen Gesellschafter und Beirat Gf Humpert und seinem Vertriebschef Stephan Nagler das Steuer. Nagler hat aktuell nochmal nachjustiert: In Kürze tritt ein neuer VKL für Franken Brunnen an. Er kommt von der fünf km entfernten Privatbrauerei Hofmann, Pahres. Jörg Träger, 56, der nach 25 Jahren Tucher Anfang 2024 als Gesamtvertriebsleiter zu Hofmann wechselte (INSIDE 934), bekam dort von Inhaber Georg Hofmann, 61, nicht so viel Freiraum wie erhofft. Nun fängt Träger als Key Accounter LEH unter Nagler an. Sein Ausstieg bei Hofmann (einem großen Franken Brunnen-Kunden) erfolgt am 31. Januar im guten Einvernehmen.

