Mönchshof: Analyse zum Absatz 2024

Die Regentschaft von Dr. Jörg Lehmann als Vorstandssprecher der Kulmbacher Brauerei AG startet mit Rückenwind. Vorgänger Markus Stodden, der Ende Oktober nach 23 Jahren in Richtung Ruhestand entschwand, hinterließ eine gut geölte Absatzmaschine. Neben den Würzburger Marken konnten auch Kulmbacher Edelherb (+7%) und die Brunnentochter Bad Brambacher (u.a. mit Gartenlimonade) Zuwächse einfahren.

Stoddens Erfolgsmarke, die weltgrößte Bügelmarke Mönchshof, befindet sich am Höhepunkt. Auch 2024 besaßen Stodden, Marketingdirektor Holger Schmidt und Vertriebschef Michael Dorner den richtigen Riecher für Neuprodukte. Neben Mönchshof Hell +11% auf 350.000 hl (inkl. Mönchshof Lager) holte das neue Blutorange Naturradler den meisten Zuwachs. Lehmann bleibt auf dem Gaspedal, sowohl Hell als auch Blutorange bekommen demnächst eine alkoholfreie Variante zur Seite gestellt. Intern wurden sie letzte Woche vorgestellt.

Für 2025 plant Kulmbach für das aus der Sicht von Bügel-Mitbewerbern und fränkischen Nachbarn „sehr preisaggressive“ Mönchshof mit Absatzuwachs. Welcher Vorstandssprecher dann darüber berichtet, ist unklar. Der in Kulmbach mit offenen Armen empfangene Lehmann ist laut AR explizit als Interimslösung. Der Aufsichtsrat (63,8% Paulaner, 25,8% Ireks) war vom eigentlich lautstark und lange zuvor angekündigten Rückzug von Stodden überrascht worden (INSIDE 956). Personalberater sind mit der Suche beauftragt, wenngleich Lehmann laut INSIDERN nicht abgeneigt scheint, länger zu bleiben.

 

Alle Analysen zum Absatz 2024:

  1. Krombacher
  2. Bitburger
  3. Veltins
  4. Paulaner
  5. Beck's
  6. Warsteiner
  7. Oettinger
  8. Augustiner
  9. Hasseröder
  10. Erdinger
  11. Radeberger
  12. Ur-Krostitzer
  13. Mönchshof
  14. Jever
  15. Franziskaner

INSIDE-Biermarken-Hitliste 2024

Artikel aus INSIDE 967

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