Halbjahr 1/2024: Mönchshof

13. Mönchshof: +7.000 hl; +1,2 %
 

Mit Mönchshof Hell und dem Überraschungserfolg Radler Blutorange ist es erneut gelungen: Die Flaggschiffmarke der Kulmbacher Brauerei AG wächst auch im ersten Halbjahr 2024. Damit hat Vertriebschef Michael Dorner einen letzten Salut für Vorstandssprecher Markus Stodden abgefeuert.

Nach 23 Jahren hatte Stodden am letzten Donnerstag seinen Abschied angekündigt. Weder Paulaner (halten 63,4%) noch  26-%-Aktionär Albert Ruckdeschel (Ireks) vermochten den 61-Jährigen zu einer weiteren Verlängerung seines Dreijahresvertrags zu überreden. Das Loch ist groß. Der aus einer Winzerfamilie stammende Rheinländer wurde 2001 vom damaligen Finanzvorstand Jürgen Brinkmann von Racke nach Kulmbach gelotst. Den fünf Jahre jüngeren Dorner zog er kurz darauf nach. Zusammen hat das Duo Mönchshof auf fast 1,3 Mio hl hochgepeitscht und auch den Rest des bunten Haufens von Regionalmarken der Kulmbacher Brauerei AG gut durch den Markt gesteuert.

Neben Zukäufen, die mit viel Achtsamkeit integriert (und eingedampft) wurden, hielt Stodden die Investitionsquote immer hoch, die Bügelflasche, für die Kulmbacher die weltweitgrößten Abfüllanlagen unterhält, macht es auch nötig. Für die Aktionäre blieb nicht allzu viel übrig. Der Einfluss aus München ist nach einigen unrühmlichen und von Stodden gemeinsam mit Brinkmann abgewehrten Vorstößen (u.a. 2008 durch den damaligen Schörghuber-CEO Hans-Peter Hoh) kaum vorhanden. Die Entscheidung über die Nachfolge könnte einen ersten Fingerzeig liefern, ob sich daran etwas ändern soll.

Artikel aus INSIDE 955

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