Die Edrington Group will sich noch stärker auf ihre Ultra-Premium-Whiskey-Marken The Macallan, Glenrothes, Highland Park und Naket Malt konzentrieren. Und sortiert den geblendeten Whisky The Famose Grouse aus. Zur Freude von William Grant & Sons, die sich aufs Blenden verstehen und große Kapazitäten besitzen.
Edrington hat seinen Umsatz zuletzt mit einem Plus von 22% auf über eine Mrd britische Pfund (exakt 1,082 Mrd) nach oben geschraubt. Der Blended Whiskey The Famose Grouse mit dem roten Auerhahn auf dem Etikett gehört neben der Rum-Marke Brugal zu den Volumenbringern des Konzerns. The Famous Grouse kam laut Impact zuletzt auf 26 Mio Litern oder 36 Mio Flaschen, steht damit im Ranking auf Platz 57. In Deutschland ist die Marke mit 10.000 Flaschen bislang noch klein. Brugal Rum indes macht 36 Mio Liter und belegt Platz 38. Mehr Marken unter den Top 100-Spirituosenmarken der Welt besitzt Edrington nicht. Dafür aber ein hübsches umsatz- wie ertragreiches Portfolio an feinsten Whiskys: Der Gewinn vor Steuern betrug zuletzt 387,7 Mio britische Pfund bei einem Umsatz von 1,083 Mrd britischen Pfund. Und weil es so gut und profitabel läuft mit den Ultra-Premium-Marken, konzentrieren sich die Briten nun auf das, was viel abwirft.
Für William Grant & Sons kommt der Verkauf, der noch durch die britischen Kartellbehörden abgesegnet werden muss, ebenfalls gelegen. Die Briten haben unter den Whiskeyherstellern die größten Produktionskapazitäten für die Herstellung von Blended Scotch, wissen INSIDER. Mit The Famous Grouse kann das Ganze nun noch effizienter werden.
William Grant & Sons ist mit einem Umsatz von 1,72 Mrd Britischen Pfund und einem Nachsteuer-Gewinn von 331,3 Mio britischen Pfund das größte unter den wenigen verbliebenen schottische Whiskeyunternehmen in Familienhand. Und der drittgrößte Produzent von Scotch Whisky – mit einem Marktanteil von 8 % und rund 70 Mio Liter Absatz, die mit Marken wie Glenfiddich, Balvenie gemacht werden. Damit ist William Grant & Sons beim Whisky die Nummer 3 hinter den Branchengiganten Diageo und Pernod Ricard. Neben Whisky aus Schottland und anderen Ländern gehören auch Gin (Hendricks), Vodka, Liköre und Tequila zum Portfolio.
Artikel aus Heft 960
