Kein Investor für Magaloop

Das wird's für die Späti-App Magaloop wohl gewesen sein. Das insolvente Berliner Start-up konnte vom Insolvenzverwalter Jesko Stark (GT Restructuring) nicht in einem Stück verkauft werden.

Wie heute bekannt wurde, übernimmt Team Beverage für ihre Gastronomie-Plattform Gastivo die Software von Magaloop und plant, deren Funktionen in das eigene System zu integrieren. Ziel ist es, die Bestellplattform um zusätzliche Features wie Mehrsprachigkeit, eine Kontakt-/Chatfunktion, Warenscan und neue Vermarktungsmöglichkeiten zu erweitern. Dadurch soll die Anwendung für die Nutzer flexibler und leistungsfähiger werden. 

Nach dem Verkauf der Software hat Magaloop nur noch ein Asset: Die Kundendaten. Was mit diesen geschieht, ist bislang nicht bekannt. Das operative Geschäft von Magaloop soll INSIDERN zufolge demnächst eingestellt werden. Magaloop hatte über die eigene App-Lösung rund 6.000 unabhängige Einzelhändler (Kioske, Spätis, Tankstellen, Cafés, Bäckereien etc.) mit rund 100 aufgeschalteten Großhändlern verbunden. Ihnen wollen die Berliner App-Alternativen wie eben Gastivo vorschlagen. 

Magaloop wurde 2018 von Michael Högemann, Uwe Hölzer, Oliver Ruschpler und Luca Ongaro gegründet. Das Unternehmen meldete im Juli 2024 Insolvenz am Amtsgericht Charlottenburg an. Die Insolvenz folgte auf eine Phase hoher Verluste und schwieriger Marktbedingungen. Trotzdem wurde dem Start-up eine gute Chance auf die Weiterführung der Geschäfte eingeräumt - diese hat sich nun endgültig zerschlagen. 

 

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