Rittmayer setzt auf Wein und Alkfrei

Kreativ kann Rittmayer: Unter dem Namen Winzling hat der Hallerndorfer Bräu seit kurzem zwei Weinschorlen im Sortiment. Mit einer süßen und einer sauren Variante will Georg Rittmayer eine Alternative zum Bier anbieten und sich zugleich gegen den sinkenden Bierabsatz stemmen.

Georg Rittmayer bleibt mit eigenen Marken sowie als Dienstleister umtriebig. Jetzt steigt er auch noch ins Geschäft mit Weinschorlen ein und bringt ein alkoholfreies Helles ins Fass. 

Die bayerischen Brauer konnten zwar im vergangenen Jahr ein kleines Absatzplus von 1,6% auf 23,8 Mio hl einfahren, trotzdem weiß selbstredend auch der Präsident der Privaten Brauereien Bayern, Georg Rittmayer, was die Stunde geschlagen hat. Aus diesem Grund hat der Hallerndorfer Bräu jüngst sein Portfolio um die Weinschorle Winzling in den Varianten süß und sauer ergänzt. Gemischt und abgefüllt wird in der Brauerei Rittmayer. Den Grundwein liefert ein fränkischer Winzer. Verkauft wird die Weinschorle zunächst im eigenen Getränkemarkt. 

Beim Bier will Rittmayer künftig verstärkt auf alkoholfreie Biere setzen. Sein Ziel: Alle Rittmayer-Biere (30.000 hl) soll es auch bleifrei geben. Bereits nächste Woche will er ein alkoholfreies Helles im 20 Liter-Keg vorstellen. Dafür hat Rittmayer an einem Verfahren getüftelt, das ein Nachgären im Fass unterbindet. Außerdem investiert Rittmayer INSIDERN zufolge 350.000 Euro in eine neue Entalkoholisierungsanlage, die bis Ende des Jahres den Betrieb aufnehmen soll. Und auch mit der rund 100.000 hl großen Lohnfüllung zeigt sich Rittmayer zufrieden. In Flasche füllt er konstant für 30 verschiedene Brauereien; bei der 2023 in Betrieb genommenen Dosenabfüllung (Craftmate C von Krones) hat Rittmayer momentan an die 15 Brauereikunden, die kleinere Chargen zwischen 15 und 750 hl abfüllen lassen.     

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