Schaumwein sinkt, Sekt gewinnt

Der gesamte Schaumwein-Markt war 2025 rückläufig. Das belegen Zahlen des Sektverbandes und der Marktforscher von Circana. 

Laut Circana lag der Schaumwein-Absatz 2025 mit 434 Mio Flaschen um 2,7% unter Vorjahr. Der klassische Sekt wuchs um 1,9% auf 236 Mio Flaschen. Weinhaltige Cocktails verloren mit 5,9% stark und kamen noch auf 86,5 Mio Flaschen. 

Cremant wuchs auf kleinem Niveau mit insgesamt 8,9 Mio Flaschen um 7,3%, Prosecco um 4,5% auf 8,3 Mio Flaschen. Gewinner sind auch alkoholfreie Varianten. 

Allen voran alkoholfreie Cocktails mit einem Plus von 55,4% auf 10,5 Mio Flaschen. Was 12,2% der gesamten Kategorie entspricht. Dominiert wird die Kategorie von Eigenmarken. 

Ganz vorn steht Aldi mit 23,7 Mio Flaschen, auf Rang 2 folgt Rotkäppchen-Mumm mit 12,9 Mio Flaschen vor Lidl. Alkoholfreier Schaumwein legte um 10,4% auf 24,8 Mio Flaschen zu und kommt auf einen Anteil von 11%. Champagner kam auf 26 Mio Flaschen.

Die Markenhersteller hatten es schwer und erlitten Mengenverluste bei Sekt. Handelsmarken sind auf dem Vormarsch. Allen voran verlor Marktführer Rotkäppchen-Mumm (Circana notiert ein Minus von 8%). Vor allem Kaufland hat die Zahlen runtergezogen. 

Laut Marktforschern beträgt das Minus beim Rotkäppchen-Geburtshelfer Kaufland satte 20% (im Osten begann der Aufstieg der Marke unter kräftiger Mithilfe von Kaufland Ost). Ähnlich verhält es sich mit der Marke Mumm mit einem Gesamtminus von 4% und -22% bei Kaufland. Einzig die Marke Geldermann Sekt hat sich gehalten, kommt seit vielen Jahren nicht voran. 

Die Nummer 2 bei Schaumwein-Marken, Henkell Freixenet, hat auch Gewinnermarken dabei. Freixenet Carta, im Vorjahr durch die Dürre in Spanien mehr oder weniger auf Eis gelegt, kommt zürück. Gut 10% verliert die Henkell-Marke Söhnlein

Bei Fürst Metternich steht ein Minus von 4,4%. Richtig hart es auch Schloss Wachenheim getroffen mit rund 20% Minus bei Faber Sekt und gut 11% bei der namensgebenden Sektmarke. 

 Bei Handelsunternehmen hat Kaufland beim Sekt mit 8,1% soviel verloren wie die führende Marke. Auch bei alkoholhaltigen Cocktails steht ein Minus von 10%. Besser lief es nur in den kleinen Segmenten wie Prosecco Spumante (+32%) und alkoholfreien Varianten.

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