Kopf der Woche: Stefan Kellner

Als im April 2023 die damalige Gf Susanne Burger (IT, Personal, Recht) bei Kollex ihren Abschied einreichte und der andere Gf, der erst im November 2022 als Nachfolger von Lothar Menge geholte Stefan Kellner, ihre Aufgaben einfach mitzumachen gelobte, versprach er zudem auch: Über die Finanzierung des Joint Ventures von Bitburger Braugruppe, Krombacher, Chefs Culinar, CCEP DE und Rotkäppchen- Mumm müsse sich niemand Sorgen machen. Kollex sei auch über 2023 hinaus solide finanziert. Die Plattform sei zwar noch immer nicht profitabel, allmählich finde aber Wertschöpfung statt.

Das war wie vieles andere auch interpretierbar. Die seinerzeit noch nicht veröffentlichten Kollex-Zahlen für 2022 weisen summierte Verluste von über 18 Mio Euro aus, und die Nervosität in Teilen des Gesellschafterkreises soll laut INSIDERN zunehmen.

Kellner muss jetzt schwierige Botschaften übermitteln. Wie in unserer aktuellen Ausgabe 962 berichtet, müssen GFGH künftig zwischen 500 Euro und 1000 Euro monatlich für die Anbindung berappen. Für Gastwirte bleibt Kollex kostenlos - erstmal. Noch vor zwei Jahren warb die Plattform schließlich auch damit, sie werde in der Basisversion für den GFGH kostenlos bleiben.

Kellner erklärt: "Wir verstehen, dass die Einführung von Preispaketen für unsere Getränkehändler eine große Veränderung ist. Unser Ziel und Anspruch ist es daher, das neue Bezahlmodell schlank und einfach zu halten und dabei gleichzeitig auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Lieferanten zu achten."

Kollex muss jetzt einfach mal Cashflow in die Bilanzen bekommen. Dass die angeblich über 220 angebundenen GFGH nun (soweit sie nicht den Kollex-Gesellschaftern verbunden sind) nun andere Optionen wie Gastivo oder Octopus checken werden, ist gewiss. Wie die Sache ausgeht, noch nicht.

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