Ein dreiviertel Jahr nach dem Abflug ihres Geschäftsführers Steffen Hartmann (INSIDE 937) bricht im Umfeld der Weidener Brauerei Gambrinus Verzweiflung aus. Der kurzzeitig installierte Folge-Gf Cüneyt Ousta, den in der Branche wirklich niemand kannte, verließ die maximal noch 20.000 hl große Brauerei fast noch schneller, als er gekommen war; mittlerweile regiert dort Inhaberin Stefanie Rohrwild, 62, die zuvor eher selten in der Brauerei anzutreffen war – assistiert von dem ihr sehr gut bekannten Michael Hetscher, der früher ein Sportheim bewirtet hatte, nach eigenen Angaben Psychotherapeut ist und in Weiden jetzt offiziell als Prokurist, im eigenen Selbstverständnis als „Vertriebsmarketingmanager“ Hand anlegen darf.
Während der Rest der Belegschaft in der örtlichen Presse Angst um ihre Arbeitsplätze äußerte, recherchierten INSIDER, dass das Bier offenbar gar nicht mehr aus Weiden kommt, sondern nur noch dort verkauft wird. Rohrwild und Hetscher ventilieren für den Betrieb, der viel Geld mit Heimdienst verbrannt hat, indes immerhin ein „Konzept“ – welches auch immer.
Artikel aus INSIDE 956
