In Sachsen und im Vogtland erhöht die Gewerkschaft NGG für die Tarifgemeinschaft Sachsen-Thüringen vor der nächsten Tarifverhandlung am morgigen Donnerstag den Druck auf die Radeberger-Brauereien Sternburg Brauerei Leipzig, Krostitzer Brauerei, Radeberger Brauerei und Freiberger Brauerei sowie auf die zu Carlsberg gehörende Wernesgrüner Brauerei. Von heute Morgen an bis Freitagmorgen soll an den Standorten bis zu 48 Stunden lang gestreikt werden. Schon im Juli hatte es Streiks an einzelnen Standorten gegeben. Die aktuelle ist die vierte Streikwelle.
Die Arbeitgeber hätten bislang kein Angebot, hieß es. Die Gewerkschaft verlangt, wie berichtet, sieben Prozent mehr Lohn und 100 Euro mehr für die Auszubildenden. Besonders stören sich die NGG-Aktiven daran, dass immer noch eine große Gehaltslücke zwischen den Ost- und den Westbrauereien klafft. Zur zweiten Verhandlungsrunde morgen in Leipzig werden hunderte streikende Arbeitnehmer erwartet. Nach Berechnungen der NGG wurden durch die Streiks im Osten bislang rund 250.000 hl Bier nicht gebraut.
Anders als bei den genannten Brauereien wurde für die Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei mittlerweile ein Abschluss erzielt.
