Altenburger Brauerei: Inhaber scheidet aus Gf aus

Bastian Leikeim übergibt die Geschäftsführung an seinen langjährigen Vertriebsleiter Uwe Wenzel

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten stellt sich die ostthüringische Altenburger Brauerei an der Spitze neu auf. Der geschäftsführende Gesellschafter Bastian Leikeim, 42, zieht sich zum 30. Juni aus der operativen Geschäftsführung zurück. Als Gesellschafter bleibt er dem Unternehmen jedoch erhalten: Mit 35% hält Leikeim ebenso viele Anteile wie sein Bruder Andreas, Schwester Anna ist mit 30% beteiligt.

Bereits heute, zum 1. April, rückt Uwe Wenzel in die Geschäftsführung auf. Er übernimmt künftig die operative Verantwortung. Wenzel ist seit rund 20 Jahren für Altenburger tätig, verfügte bislang über Prokura und war zuletzt als Vertriebsleiter im Einsatz.

Gegenüber INSIDE bezeichnet Bastian Leikeim die Neuaufstellung als „bewusste unternehmerische Entscheidung“. Mit Wenzel setze man klar auf Vertrieb: Er habe bereits in der Vergangenheit die Jahresgespräche mit LEH und GFGH geführt. Ziel sei eine stärkere Marktorientierung und „schnellere Schlagkraft“.

Einen Zusammenhang zwischen der – wie es heißt – „Weiterentwicklung der Geschäftsführung“ bei Altenburger und der Insolvenz der etwa 200.000 hl großen Brauerei Leikeim (identischer Gesellschafterkreis wie Altenburger) von Bruder Andreas weist Bastian Leikeim zurück. Altenburger agiere eigenständig und zeige sich im Absatz stabil. Erst kürzlich sei der Dampfkessel modernisiert worden – ein Invest in die Zukunft. Und mit dem im Dezember eingeführten naturtrüben Alkoholfrei Hell habe man ein Produkt entwickelt, das vom Markt gut angenommen werde, so Leikeim.

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