Asahis Importabsatz 2023

Alles Peroni? Ziemlich genau vor zwei Jahren hat Jan Krafka die Geschäftsführung für das bunte Markenportfolio der Asahi Brands Germany von Richard Heerink übernommen. Im vergangenen Jahr gingen allerdings 4% auf 641.000 hl verloren. Damit rutscht Asahi unter das Vor-Corona Niveau (650.000 hl). Die Verluste, die mitunter auf eine Preiserhöhung im Q1 2023 zurückzuführen sind, kommen zu gut zwei Drittel von Pilsner Urquell. Das tschechische Pils, das neben Tyskie und Peroni Nastro Azzurro zu den drei Fokusmarken zählt, ließ im Handel stolze 30.000 hl liegen. Die Kaufland-Auslistung wirkt nach. In der Gastronomie (u.a. Tankbier) konnte das Volumen stabil gehalten werden. Seit Jahresstart 2024 scheint sich Urquell mit +6% (YTD) laut Nielsen zu stabilisieren.
 

Asahis stärkste Deutschland-Marke, das polnische Tyskie (wird für 0,33-Liter bald von Warsteiner für den hiesigen Markt gebraut und abgefüllt), legte um 6% auf 331.000 hl zu. Das prozentual dickste Wachstum steuerte das weltweit knapp 3 Mio hl große Peroni bei. Das in UK bärenstarke Italobier (hergestellt bei Grolsch in Enschede) schoben Krafkas Mannen in Deutschland auf 36.000 hl (+36%), die laut Konzern-Doktrin 2024 ausgebaut werden sollen. Dafür ist seit März eine mit Peroni gebrandete Kiste auf dem Markt (zuvor Logipack). Kaum mehr Beachtung schenkt die Kölner Dependance den restlichen Marken Lech (22.000 hl), Kozel (19.000 hl), Gambrinus (13.000 hl) und Grolsch (11.000 hl), die allesamt zweistellig verloren und aus der Hitliste kippten. Asahi Extra Dry und Zubr haben ebenso keine Priorität. Die Mengen: homöopathisch.

Um das Geschäft mit dem GFGH auszubauen und weitere Regionen zu erschließen, baut Asahi die Feldmannschaft aus. Die wichtigste Umstellung spielt sich aber auf Führungsebene in der Gastronomie ab. Dort verantwortet seit April Nora Stiller den bunten Strauß an Marken. Die ehemalige Diageo- Frau heuerte 2010 als Brandmanagerin in Köln an, und arbeitete sich zur Marketingleiterin hoch. Nun ist sie zur Verkaufsleiterin On-Trade inkl. Österreich aufgestiegen.

 

Hier geht's zum Ranking aller Importmarken über 20.000 hl

 

Heineken Deutschland
Budweiser Budvar Importgesellschaft
AB Inbev Deutschland
Carlsberg Deutschland
MBG International
Royal Unibrew
Radeberger Gruppe
Global Drinks Partnership
Efes Deutschland
 

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