Budweiser Budvars Importabsatz 2023

Knall in Böhmen. Mit hoher Kontinuität und ruhiger Marktbearbeitung hat es die tschechische Staatsbrauerei in Deutschland bis an die Spitze der INSIDE-Importmarken Hitliste gebracht, bevor Heineken 2021 vorbeizog. Der bald 20 Jahre amtierende Deutschland-Chef Rüdiger Schleusner und sein Vertriebsgeschäftsführer Holger Sydow, auch schon seit 13 Jahren in Diensten der Tschechen, blieben mit einer schmalen Vertriebseinheit auf Kurs. Allerdings gingen mit der Preiserhöhung 2022 erstmals einige Hektoliter (-4%) verloren, im Jahr 2023 folgte die nächste, die mit einem Plus von 2% vom Verbraucher goutiert wurde. Geholfen hat dabei auch die Dose (u.a. Aldi). Vom Rückzug der tschechischen Heineken-Kampfmarken Breznak und Krusovice konnte (wie die übrigen Böhmenbiere) auch Budweiser nicht profitieren. Einzig für die kleine Zweitmarke Pardál (2023: 13.000 hl) fielen ein paar Krümel ab.  
 

Seine kleine, gerade mal 12 Köpfe zählende Außendiensttruppe für den Handel (die Gastronomie betreut Carlsberg Deutschland) hat Sydow kürzlich aufgepimpt. Während im Februar Florian Blümlein von Schneider Weisse als VKL Niederrhein kam, wird der Osten im Handel jetzt von Christian Salokat betreut. Ex-Metro-Mann Salokat hat nach zwei Jahren MBG für einige Start-Ups gearbeitet. Nun steuert er mit Ostdeutschland den wichtigsten Markt: hier laufen 60% der Budweiser-Absätze.

Zu einem plötzlichen Wachwechsel kam es unterdessen in Budweis. Die über 20 Jahre lang für die Böhmen aktive Exportchefin Renata Pankova wurde Ende letzter Woche unversehens aus dem Amt gekickt. Übergangsweise übernimmt Tschechien-Gf Zdenek Havlena auch den Export. Hier werden die dicksten Knödel gedreht: 70% der insgesamt 1,9 Mio hl wandern ins Ausland.

 

Hier geht's zum Ranking aller Importmarken über 20.000 hl

Heineken Deutschland
AB Inbev Deutschland
Asahi Brands Germany
Carlsberg Deutschland
MBG International
Royal Unibrew
Radeberger Gruppe
Global Drinks Partnership
Efes Deutschland
 

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