Caspar Schwarz hatte es direkt zu Dienstbeginn im September als Vorsitzender der Geschäftsführung der 500.000 hl großen Budweiser Budvar Importgesellschaft zur Chefsache erklärt: Die Gastro soll gestärkt werden. Dazu hat er nun einen Verkaufsleiter Gastronomie verpflichtet.
Zum 1.2.2025 beginnt Philip Stern bei der deutschen Ländergesellschaft der tschechischen Staatsbrauerei. Der 34-Jährige kommt von Heineken Deutschland, wo er aktuell noch als Regionalverkaufsleiter in Nord- und Ostdeutschland unterwegs ist. Genau in diesen Regionen, in denen Budweiser zudem im Handel stark ist, soll Stern auch die Gastronomie weiter öffnen.
Die Tschechen machen im deutschen Markt 50% ihrer Absätze im Osten, der Rest spielt sich hauptsächlich im Norden ab, ein bisschen entfällt auf den Westen. Gemeinsam mit Schwarz soll Stern zudem künftig Konzepte entwickeln, in welchen Gebieten Budweiser gastronomisch angreifen kann. Unter den Importmarken ist Budweiser die Nummer zwei hinter Heineken. In der Gastronomie, wo die Marke ihren Ursprung hat, bleiben die Tschechen in Deutschland bislang aber deutlich unter ihren Möglichkeiten.
Auch deshalb wird am Gastro-Vertriebspartner Carlsberg festgehalten. Zwar will Schwarz in der Gastronomie eigenständiger werden, aber auf die Unterstützung des 40-köpfigen Carlsberg-Außendienstes, der Budweiser als Ergänzungsmarke im Sortimentskoffer hat, will er freilich nicht verzichten. Ohnehin wurde die seit 2018 währende Partnerschaft erst vor wenigen Monaten bis Anfang 2026 verlängert. Für die eigene Gastro-Feldmannschaft, die momentan aus drei Leuten besteht, wird aktuell aktiv Verstärkung für Berlin gesucht. Ein bis zwei weitere Leute würde Schwarz im nächsten Jahr gerne noch aus Tschechien genehmigt bekommen.
Für das langjährige Budweiser-Führungstandem Rüdiger Schleusner und Holger Sydow, die zuvor Gastro und Handel gemeinsam bearbeitet hatten, bedeutet die Verpflichtung von Stern weitere Entlastung und Fokus auf die eigenen Aufgaben. So wird sich Sydow künftig voll und ganz auf den Handel und Schleusner vor allem auf Logistik, Finanzen und das Projekt SAP konzentrieren.

