Augustiner: Halbzeit-Absatz-Analyse 2025

An der Kapazitätsgrenze. Das Datum 18.3.2024, so sagt ein Fachgroßhändler, habe sich bei ihm eingebrannt. Es war der Startschuss für Augustiner Alkoholfrei und einen noch nie zuvor gesehenen Hype auf eine Bleifreimarke. Daran hat sich auch über ein Jahr später nichts geändert. Die Verfügbarkeit bessert sich zwar in homöopathischen (Paletten-)Mengen, doch der GAM – nach wie vor die exklusive Vertriebsschiene im Handel – kommt der Nachfrage kaum hinterher. Entspannung? Erst 2026, wenn die zweite Entalkoholisierungsanlage ans Netz geht. Bis dahin: maximal 60.000 hl pro Jahr, sagen Technik-INSIDER.

Im Kernmarkt läuft’s trotzdem rund: Angetrieben von Alkoholfrei hat Augustiner im ersten Halbjahr deutlich zugelegt. Auch die Preiserhöhung im Februar richtete wenig Schaden an. Im Kernmarkt liegt der Kasten Augustiner bei 18-19 Euro, und damit weiterhin „unterhalb der Todeszone von 20 Euro“, erklärt ein Händler die starke Entwicklung. National dagegen ein zartes Minus – was dafür spricht, dass das klassische AugustinerHell trotz des Distributionsdrucks von Paulaner, Spaten, Erdinger Brauhaus und Bayreuther robust bleibt.

Und der Export? Tutto bene. Nach dem Bruch mit dem langjährigen Partner Interbrau, der jetzt Slowenien und Kroatien für Augustiner erschließt, hat sich das Italien-Geschäft positiv entwickelt. In der Gastronomie punktet Augustiner mit frisch sanierten Filetstücken wie dem Augustiner auf Bötzow in Berlin oder dem 1328 an der Dresdner Frauenkirche. 2026 folgt das nächste Prestigeobjekt: das Augustiner Bräu im Alten Schloss in Jeff Maisels Wohnzimmer Bayreuth – denkmalgerecht renoviert von der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung.

 

Alle Analysen zum Halbjahr 2025: 

  1. Krombacher
  2. Bitburger
  3. Veltins
  4. Paulaner
  5. Beck’s
  6. Warsteiner
  7. Oettinger
  8. Augustiner
  9. Hasseröder
  10. Erdinger
  11. Radeberger
  12. Ur-Krostitzer
  13. Mönchshof
  14. Jever
  15. Franziskaner

INSIDE-Biermarken-Hitliste vom 1.1. bis 30.6.2025

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