Er war der maßgebliche Vermittler der Vertriebskooperation zwischen Vivaris und Sinalco. Jetzt sitzt Christian „Baggi“ Baggeroer plötzlich auf der anderen Seite und muss wohl die eigenen Verträge abwickeln.
Es kam, wie INSIDE es in Ausgabe 972 angekündigt hatte (und damit offenbar auch diverse Berentzen-Vivaris-Granden überraschte): „Baggi“, der 2021 von Vivaris-Chef Tobias Wiesner von MBG kommend als Gastrochef zu Berentzens AfG-Ableger gelotst wurde und Anfang Mai 2025 hinwarf (INSIDE 975), schlägt in Duisburg-Walsum auf. Zum 1. November übernimmt er den nationalen On-Trade-Vertrieb des Duisburger Mineralbrunnens. In dieser Position stand zuletzt Lars Junker, der aber 2022 nach kurzem Gastspiel zur Flaschenpost (zurück) wechselte (INSIDE 899).
Der reine Gastro-Chefposten, vor allem für Sinalco, war bei den Hövelmännern seit 2022 mit dem Ex-Bionade-Mann Olaf Hartmann besetzt, der jetzt seine Kraft iin Norddeutschland einbringen darf. Wolfgang Effers Aufgabenbereich Vending, Betriebe usw. soll hingegen unangetastet bleiben. Dem mit 53 Jahren juvenilen Baggeroer traut man offenbar zu, junge Kollegen an Bord zu holen. Was sich bezahlt machen könnte, sollte der erst per 1.1. 2025 in Kraft getretene neue (eigentlich bis 2026 laufende) Sinalco-Gastro-Vertriebsvertrag mit Vivaris mangels vorzeigbarer Ergebnisse frühzeitig auslaufen. Für diese Ergebnisse ist bis Oktober noch Baggeroer verantwortlich. Er wäre dann auch derjenige, der von Duisburg-Walsum aus die Auflösung des Vertrags forcieren müsste, sollte Haselünne einen eher uninspirierten Job gemacht haben. Eine zumindest delikate Konstellation.
In Haselünne hingegen würde man einem Ende der ohnehin als Downgrade empfundenen Vereinbarung vielleicht aber auch gar nicht lange nachweinen. Allerdings müsste Duisburg dann selbst eine Vertriebstruppe auf die Beine stellen. Am Ende bleibt Baggi nicht die einzige Personalie in diesem Wechselspiel.
