Es kam nicht unerwartet, aber doch schneller als von den meisten Beobachtern gedacht: Sinalco beendet nach der Vertriebspartnerschaft mit Rothaus (INSIDE 986) per Jahresende auch die mit Alpirsbacher.
Brauereien mit eigenen AfG-, speziell Limonaden-Ambitionen werden in Duisburg-Walsum schon länger nicht mehr als der optimale Vertriebspartner für Sinalco erachtet. Eine Erfahrung, die im Frühjahr schon Rothaus machen musste. Distelhäuser liefert für Sinalco nur noch 1- und 0,5-Liter PET in die Gastronomie, Darmstädter hat weiter Rampenfunktion. Auch mit Alpirsbacher ist nun sehr kurzfristig Schluss: Weil Glauners Truppe im Januar mit fünf eigenen Kloster-Limos (Cola, Cola zero, Mix, Orange, Zitrone) die Gastro bespielt, lässt Duisburg den auf ganz BaWü angelegten Vertriebsvertrag schon zu Jahresende auslaufen. Das bisherige Sinalco-Volumen Glauners verorten INSIDER bei rund 15.000 hl, darunter viele Pre- und Postmix-Hektos.
Der Sinalco-Mannschaft unter ihrem neuen Gastrochef Christian Baggeroer (dessen Nachfolge angeblich geregelt ist; INSIDER tippen auf eine frühere Bionade- und Spirituosen-Fachkraft) muss damit nicht nur den Ende 2026 auslaufenden Vertriebsvertrag mit Vivaris managen, sondern neuen Strukturen in BaWü aufbauen, was ad hoc Mutmaßungen rund um den Stuttgarter GFGH Langjahr und die Gefako beflügelte. Nach Dennis Biendarra, der bereits zum 1.1.2026 für Sinalco ins Geschirr steigt (als perspektivischer Nachfolger für KAM Vending-Chef Wolfgang Effer), folgt dem Vernehmen nach nun auch Jil Dembski ihrem Ex-Chef bei Vivaris zum 1.3.2026 als GVL ins Ruhrgebiet. Baggeroer hatte die bis dato Junior Sales Managerin 2023 von MBG zu Vivaris gelotst, wo man ihr AfG-übergreifendes Beratungspotenzial für die Berentzen-Kollegen zutraute (INSIDE 918).
