Nachdem es zwischendurch noch Dementi von allen Seiten gegeben hatte, bestätigt sich jetzt eine INSIDE-Meldung vom 2. August: Die rund 50.000 hl Bier großé niederbayerische Brauerei Hutthurm, eine 100%-Tochter der Raiffeisenbank i. Lkrs. Passau-Nord eG, geht aller Wahrscheinlichkeit nach an die Dasinger Kunzmann Weinkellerei Mineralbrunnen Fruchtsaft GmbH & Co. KG. Für die nächsten Tage werden entsprechende finale Schritte erwartet. Intern sollen sowohl der Vorstand der Raiffeisenbank wie auch Natalie Kunzmann, die geschäftsführende Gesellschafterin bei Kunzmann, ihre Übereinstimmung erklärt haben.
Bei der Bank wird man, sollten die Genossen zustimmen, froh sein, einen defizitäten Betrieb (über den immer als "Brauerei mit angeschlossener Bank" gespottet wurde) aus den Bilanzen und zugleich den Standort gesichert zu haben. Kunzmann wiederum stellt bislang Wein, Weinschorle, Glühwein und Fruchtsäfte (Kela) am Rand der Kapazität her und betreibt auch einen Mineralbrunnen (Albertus-Quelle). Was der Saft- und Weinspezialist mit einer Brauerei als solcher vorhat, ist noch nicht klar.
Ergänzung Montag, 11:38 Uhr:
Beide Seiten haben mittlerweile schriftlich bestätigt, dass eine Zusammenarbeit geplant ist. Ziel der Übernahme sie es, "das Wachstum von Kunzmann mit den fast 100 Mitarbeitenden im Landkreis Aichach-Friedberg abzusichern und neue Perspektiven zu schaffen. Die positive Geschäftsentwicklung hat zu einer Vollauslastung der Mehrwegabfüllung in Dasing geführt. Ab Januar 2025 soll mit Hutthurm ein zweiter Produktions- und Logistikstandort dazukommen", heißt es bei Kunzmann. Von Seiten der Raiffeisenbank ergänzen die Vorstände Christian Kern und Matthias Bloch, der geplante "Kauf des Geschäftsbereiches Brauerei Hutthurm durch die Unternehmensgruppe Kunzmann" sei für die Region "ein Glücksfall": Für uns ist zum einen der Erhalt nahezu aller Arbeitsplätze am Standort Hutthurm und zum anderen das Fortführen der langjährigen Brautradition das Allerwichtigste."
