Der Verfall des Unternehmens BrewDog hat sich dramatisch beschleunigt. Am gestrigen Freitag erreichte INSIDE ein internes Schreiben der Unternehmensleitung an die deutsche Einheit. Demnach haben sich zwar offenbar Investoren für das Geschäft von BrewDog an sich gemeldet - nicht aber für das deutsche. Man habe deshalb die “schwere Entscheidung getroffen, das deutsche Geschäft zu liquidieren”.
Die mit sehr viel Geld von bis zu 200.000 Crowdinvestoren zu einem globalen Unternehmen aufgepumpte schottische Brauerei befindet sich, wie schon gemeldet, in einem Investorenprozess. Was die Mitteilung der Liquidation für die bislang noch nicht geschlossenen BrewPubs in deutschen Metropolen und für die 2019 von Greg Kochs Stone Brewing übernommene Braustätte in Berlin bedeutet, ist noch nicht ganz klar. Die Bars würden “am Samstag und Sonntag normal weiter betrieben”, heißt es. Womöglich war damit aber auch nur das aktuelle Wochenende gemeint.
Die Berliner Morgenpost zitiert Firmengründer James Watt mit Bezug auf eine Mitteilung der BrewDog-Agentur in London, die Insolvenz der deutschen Bars und auch des Braustandortes im Marienpark sei notwendig, um der Marke BrewDog eine geordnete Neuausrichtung zu ermöglichen.
In der Mail an die Angestellten werden diese so gut es eben geht vertröstet: “Im Rahmen dieses All-Hands-Meetings” (Anfang kommender Woche) “werden wir Euch die vollständigen Details zum Verkaufsprozess mitteilen - einschließlich dessen, was das für die verschiedenen Unternehmensbereiche bedeutet.”
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