Im Kühlschrank: Lost Lager

Hey Freaks! 

Lost Lager gibt euch den Boden unter den Füßen zurück, der euch von vielen industriellen Lagern entrissen wurde.“ Der offizielle Slogan klingt wie der des 2019 in Berlin krachend gescheiterten Stone-Brewers Greg Koch („Ihr Deutschen macht Kaufhausmusik, ich Rock´n Roll“). Und so ist es ja auch, wenn man sich vor Augen hält, dass Lost Lager von BrewDog heute in eben jener überdimensionierten Biergarage in Berlin/Mariendorf gebraut wird, die Koch einst größenwahnsinnig sanieren ließ. 

Wie die Geschichte sich wiederholt: Mittlerweile taumelt auch die mit vielviel Crowd-Geld (bis zu 200.000 Investoren) zur Mega-Story aufgeblähte BrewDog. Die Gründer-Freaks James Watt und Martin Dickie wurden längst kaltgestellt, BrewDog verlor seine anarchistische Seele. Die Brewpubs wurden immer szeniger und abgehobener, wie die Marke auch. 2024 verzeichnete das Unternehmen einen Vorsteuerverlust von rund 44 Mio Euro, mittlerweile sind AlixPartners mit der Investorensuche beauftragt. 

Angeblich wird James Watt gehandelt, man weiß es nicht. Lost Lager. Ein Versprechen. In unserem Kühlschrank jedenfalls finden wir keines mehr.   

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