Cannabis-Firma übernimmt Brewdog

Das US-Unternehmen Tilray Brands (produziert u.a. medizinisches Cannabis, in den USA auch im Biergeschäft aktiv) kauft für umgerechnet 37,8 Mio Euro (33 Mio Pfund) Braugeschäft, Marke und elf Pubs von Brewdog in UK. 484 Stellen sollen gestrichen, 38 Bars geschlossen werden, berichten Britische Medien. 

Die Crowdinvestoren der selbsternannten „Equity Punks“ gehen offenbar leer aus und erhalten aus dem Deal keinen Cent. Schätzungen zufolge haben 200.000 Investoren bis 2021 rund 75 Mio Pfund in Brewdog gespritzt. 2017 stieg außerdem die Private-Equity-Gesellschaft TSG Consumer Partners bei Brewdog ein und beteiligte sich mit 22%.

Die Braustätte in Ellon, Aberdeenshire, bleibt erhalten, ebenso das nationale Vertriebszentrum Hop Hub in Motherwell, Lanarkshire. Auch 18 von Brewdogs Franchise-Bars in Großbritannien und in anderen Ländern (bis auf Deutschland) bleiben wohl geöffnet. 

Der neue Eigentümer Tilray Brands zählt zu den größten Craftbier-Unternehmen in den USA. Tilray wird demnächst Lizenznehmer von Carlsberg

Mit dem Brewdog-Kauf ist auch Gründer und Ex-CEO James Watt außen vor, der zwischenzeitlich als Käufer gehandelt worden war

Das Deutschland-Geschäft konnten die eingeschalteten Investmentberater von AlixPartners nicht an Tilray verhökern. Wie Ende letzter Woche bekannt wurde, wird das Deutschland-Geschäft von Brewdog (inkl. Brauerei in Berlin) vollständig liquidiert

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