Campari-Mutter zahlt 405 Mio nach

Die seit 1995 existierende Campari-Muttergesellschaft Lagfin hat ihre Steuerprobleme mit einem Kompromiss aus der Welt geschaffen. Lagfin hatte Differenzen mit den italienischen Steuerbehörden. Die beschlagnahmten vor einigen Wochen Campari-Aktien. Campari selbst hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass dies ein Thema von Lagfin sei. Das ist nun aus der Welt geschafft.

Der Aktienkurs von Campari sprang daraufhin an. Lagfin hält mehr als 50 % der Anteile an Campari und gut 80 % der Stimmanteile. Im Gegenzug für die Rückgabe der Kontrolle wird Lagfin innerhalb von vier Jahren insgesamt 405 Mio Euro zahlen - eine erste Zahlung von 152 Mio Euro bis zum 31. Dezember 2025, der Restbetrag in gleichen vierteljährlichen Raten von Juni 2027 bis zum 30. September 2029. Lagfin beteuerte dennoch, stets alle geltenden Vorschriften, einschließlich des italienischen Steuerrechts, eingehalten zu haben; man sei zuversichtlich, dass man in einem Gerichtsverfahren obsiegt hätte.

Nachtrag: Am 23.12.2025 bestätigte Lagfin selbst, wieder die volle Verfügungsgewalt über alle rund 214 Millionen Aktien des Konzerns erlangt zu haben. 

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