Spritmarken lassen Hemmungen fallen

Manch unter starkem Volumendruck stehender Spirituosenhersteller – im LEH per Ende Oktober kumuliert minus 6 % – hat zum Jahreswechsel den Pfad der Tugend verlassen.

Traditionell sind November und Dezember die Monate, in denen Menge gemacht wird. Doch 2025 funzte es Anfang Dezember vielerorts noch nicht so recht.

Weil gleichzeitig Preiserhöhungen für 2026 auf dem Weg waren (ab 1. Februar 2026), haben sich viele Fachhändler schon frühzeitig eingedeckt mit Ware. Im Laufe des Dezembers, berichten INSIDER, gab es eine Preissenkung nach der anderen. Ging blitzschnell, berichten Marktteilnehmer. 

Nun, im Januar, kann plötzlich wieder nur zu Preisen wie Mitte Oktober geordert werden. Ob angekündigte Preiserhöhungen auf Regalware vor diesem Hintergrund standhalten, bezweifeln INSIDER. Die großen Konzerne - Diageo, Campari, Jägermeister, aber auch kleinere, feinere - die allesamt einen Großteil des Umsatzes im LEH drehen, führen heftige Strategiediskussionen. Die Kostenschrauben werden angedreht. Die Angst ist groß vor einem weiteren Jahr des Rückgangs.

Gastro-Gebinde im Aktionsfeuer 

Noch gibt es keine verlässlichen Zahlen. Aber das Weihnachtsgeschäft war (anders als bei Bier) wohl definitiv schlechter als das der Vorjahre, sind sich INSIDER sicher. In blinder Volumenpanik haben Markenhersteller viel Vertrauen zu Fachhandel und Gastro zertrümmert. Gastro-Gebinde, wie Literflaschen oder 1,5 Liter Flaschen von Bacardi & Co, tauchen vermehrt auch im Lebensmittel auf wie jüngst bei Lidl.

Share this article: