Nach Sommern mit gravierendem Mangel an CO2 hatte die Branche die noch 2022 angekündigten Vorsorgemaßnahmen zuletzt wieder schleifen lassen – die Sommer 2023 und 2024 waren einfach zu kühl, die Nachfrage stagnierte. Nun müssen sich Brauer und Brunnen womöglich auf eine neue CO2-Knappheit einstellen.
Wie es Anfang dieser Woche hieß, drosselt einer der größten Düngemittelproduzenten in Deutschland, die SKW Piesteritz in Wittenberg, die Produktion und stellt eine von zwei Ammoniakanlagen für unbestimmte Zeit ab. Bereits im Spätsommer 2022 hatte das Unternehmen Ammoniakanlagen heruntergefahren, als infolge des Ukraine-Kriegs die Gaspreise stiegen; INSIDE berichtete seinerzeit über die drastischen Auswirkungen auf den deutschen CO2-Markt (Ausgabe 911: “CO2: Letzter Strohhalm Zement?”). Ammoniak ist ein Grundprodukt von Düngern, bei dessen Produktion auch CO2 entsteht.
Artikel aus INSIDE 967
