Coke gibt in Deutschland Volumen ab

CCEP-CEO Damian Gammell führte zwischen 2005 und 2012 die deutsche Einheit

Coca-Cola Europacific Partners ist schwach ins Jahr gestartet. Der In Europa und Südostasien/Australien operierende Bottler (Gesamtabsatz 2024 rund 22 Mio hl, Umsatz: 20,5 Mrd. Euro) meldet für das erste Quartal 2025 zwar 5% Umsatzplus und fast 8% Absatzplus. 

Doch rührt der Zuwachs aus der im Februar letzten Jahres erfolgten Übernahme von Coca-Cola Beverages Philippines. Auf vergleichbarer Basis fehlten 0,8% Umsatz und 0,6% Absatz. Den Kalendereffekt (das erste Quartal 2024 besaß zwei Arbeitstage mehr) hat CCEP ebenfalls herausgerechnet. Nach nackten Zahlen liegt das Absatzminus im ersten Quartal bei 3,9% (-5,5% Europa, -1,1% Asien)

Mit herausgerechnetem Kalenderfeffekt legte Asien leicht zu, während in Europa 1,1% Umsatz und 2% Absatz flöten gingen. In Deutschland lag das Umsatzminus bei 2,8% trotz der Preisererhöhung im letzten Quartal 2024. Das Absatzminus wird mit “mid-single digit volume decline" beschrieben. Vermutlich also zwischen 4 und 7%.

Den deutschen Rückgang erklärt die CCEP mit dem verschobenen Ostergeschäft und hoher Promotiontätigkeit im Markt. Da waren die Coca-Cola-Arikel freilich mittendrin. Spätestens bei den Angeboten im Vorfeld der Osterfeiertage tauchten unterirdische Tiefstpreise auf. So schoss Großkunde Aldi (Nord und Süd) deutschlandweit und über zwei Wochen mit einem Preis von 75 Cent je 1,25 Liter Flasche. 

Für das Gesamtjahr verspricht CCEP-CEO Damian Gammel, das Ziel zu halten.  Ziel lautet: 4% mehr Umsatz, davon die Hälfte aus Volumenzuwachs, die andere aus höheren Preisen. Der Profit (2024 konzernweit 2,1 Milliarden Euro) soll um 7% steigen. Für ein Treffen mit Analysten in Manila im Mai kündigt Gammell spannende Neuigkeiten an. 

 

Share this article: